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04.12.2013

10:53 Uhr

Unfall in Esslingen

Mindestens 20 Verletzte bei Unfall in Daimler-Werk

Nach einer chemischen Reaktion in einer Achsenfabrik mussten 27 Daimler-Mitarbeiter ins Krankenhaus. Die Angestellten hatten plötzlich über Hustenreiz geklagt. Ein gesundheitsschädlicher Stoff war ausgetreten.

Der Mercedes-Stern auf dem Dach eines Daimler-Werks: In einem Werk in Esslingen wurden 20 Menschen bei einem Chemie-Unfall verletzt. ap

Der Mercedes-Stern auf dem Dach eines Daimler-Werks: In einem Werk in Esslingen wurden 20 Menschen bei einem Chemie-Unfall verletzt.

EsslingenNach einem Chemie-Unfall in einem Werk des Autoherstellers Daimler in Esslingen bei Stuttgart sind in der Nacht 27 Menschen zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen. Am Dienstagabend war es nach Polizeiangaben in der Produktionshalle zu einer chemischen Reaktion bei einer Reinigungsanlage für Metallteile gekommen. Dabei sei der gesundheitsschädliche Stoff Benzaldehyd ausgetreten, sagte ein Daimler-Sprecher am Mittwoch.

Dies hat nach Polizeiangaben zu Atemwegsreizungen bei den betroffenen Arbeitern in der Achsenfabrik im Stadtteil Mettingen geführt. Schwerer verletzt worden sei bei dem Vorfall am Dienstagabend aber niemand. Nach Angaben des Daimler-Sprechers sind alle Betroffenen inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Auch die Produktion in der Halle sei in der Nacht wieder angelaufen. Das Gebäude war den Angaben zufolge zunächst vorsorglich geräumt worden.

Wie es zu dem Unfall kam, ist weiter unklar. Es habe keine Verpuffung oder Ähnliches gegeben, hieß es vonseiten der Polizei. Die Arbeiter in der Fabrik hätten plötzlich über Hustenreiz geklagt. Außerdem hätten sie von einem süßlichen Geruch gesprochen, sagte der Daimler-Sprecher. Benzaldehyd wird auch künstliches Bittermandelöl genannt, der Geruch erinnert an Marzipan. Laboruntersuchungen sollen nun Klarheit über die Hintergründe des Unfalls bringen.

Daimler stehe in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, um die Ursache für den Unfall aufzuklären, sagte der Firmensprecher. Neben Feuerwehrleuten der Stadt und des Werks waren auch mehr als ein Dutzend Rettungsfahrzeuge vor Ort.

In dem Werk im Esslinger Stadtteil Mettingen werden Metallteile für Daimlers Hauptproduktionsstandort in Untertürkheim bearbeitet. Die Produktionshalle ist Teil des Daimler-Stammwerks, wo der Autohersteller Motoren, Getriebe und Achsen für Pkw fertigt.

Von

dpa

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