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28.12.2011

09:52 Uhr

Ungleichbehandlung

LG-Angestellte streiken in China

Weil sie geringere Bonuszahlungen erhalten als ihre Kollegen in Südkorea, sind rund 8000 Angestellte des Technologie-Konzerns in den Ausstand gegangen. Bisher verliefen die Aktionen friedlich.

In China setzen viele Produzenten auf Billiglöhne. ap

In China setzen viele Produzenten auf Billiglöhne.

ShanghaiAus Protest gegen niedrige Gehälter sind im Osten Chinas tausende Arbeiter des südkoreanischen Technologiekonzerns LG in den Streik getreten. Wie die in New York ansässige Organisation China Labour Watch am Mittwoch mitteilte, wehren sich rund 8000 chinesische Angestellte der LG Group mit dem am Montag begonnenen Ausstand dagegen, dass ihre Kollegen aus Südkorea zum Jahresende höhere Bonuszahlungen erhielten als sie selbst. Der Streik verlief demnach bisher weitgehend friedlich, lediglich in der Kantine des Unternehmens seien Möbel umgeworfen worden.

In China hatten seit November landesweit zehntausende Angestellte die Arbeit niedergelegt und höhere Löhne gefordert. Die Regierung sieht die Streiks mit Argwohn, duldet sie in ausländischen Unternehmen aber eher als in heimischen. Die Führung in Peking befürchtet vor allem, dass ihr die Kontrolle innerhalb der betroffenen Firmen entgleiten könnte.

Ein von China Labour Watch verbreitetes Video zeigt eine Versammlung bei der LG Group, in der chinesische Angestellte die Arbeit der offiziellen Gewerkschaften in Anwesenheit eines Behördenvertreters als „nutzlos“ kritisieren. Vertreter des in Nanjing ansässigen Werks wollten sich auf Nachfrage nicht zu den Vorgängen äußern.

Von

afp

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