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03.11.2015

19:49 Uhr

Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten

VW gesteht neues Milliarden-Problem

Die Skandale um VW nehmen kein Ende: Hunderttausende Volkswagen könnten mehr Sprit verbraucht und damit auch mehr CO2 ausgestoßen haben. Diese neue Baustelle soll den Konzern weitere zwei Milliarden Euro kosten.

Die Probleme für Volkswagen werden nicht kleiner – nun gibt es Unregelmäßigkeiten bei den CO2-Werten. dpa

Neues Geständnis von Volkswagen

Die Probleme für Volkswagen werden nicht kleiner – nun gibt es Unregelmäßigkeiten bei den CO2-Werten.

WolfsburgDer Abgas-Skandal im VW-Konzern erreicht eine neue Dimension. Volkswagen musste am Dienstag nun auch Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten einräumen - außerdem sind damit erstmals auch Benziner und nicht nur Dieselfahrzeuge betroffen.

Dabei geht es um den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) - und damit um den Spritverbrauch. „Nach derzeitigem Erkenntnisstand können davon rund 800 000 Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns betroffen sein“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstagabend in Wolfsburg. „Die wirtschaftlichen Risiken werden in einer ersten Schätzung auf rund zwei Milliarden Euro beziffert.“ Damit hat Europas größter Autokonzern in der Abgasaffäre eine neue milliardenschwere Baustelle. Der Aufsichtsrat reagierte in einer Mitteilung „mit Betroffenheit und Sorge“ auf die neue Dimension. Nach dpa-Informationen wird sich die Aufsichtsratsspitze spätestens an diesem Sonntag treffen, der komplette Aufsichtsrat dann am Montag.

Bisher ging es in dem Skandal um Stickoxid (NOX). Im September hatte das Unternehmen eingestanden, bei Abgas-Tests auf dem Prüfstand mit Softwarehilfe die Ergebnisse für Diesel-Motoren manipuliert zu haben. Die Software schaltet in Testsituation in einen Sparmodus. In diesem Zusammenhang musste VW bereits 6,5 Milliarden Euro zurückstellen.

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Im Rahmen der derzeit laufenden Überprüfungen aller Prozesse und Abläufe bei Dieselmotoren ist laut VW aufgefallen, dass bei der CO2-Zertifizierung einiger Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden. Betroffen seien ganz überwiegend Fahrzeuge mit Dieselmotoren. Es gehe um Autos der Typen Polo, Golf und Passat, sagte ein VW-Sprecher auf Anfrage. Bei der VW-Tochter Audi seien A1- und A3-Modelle betroffen. Bei Skoda gehe es um den Octavia und bei Seat um den Leon und den Ibiza.

Auch bei einem Benzinmotor mit Zylinderabschaltung habe es Auffälligkeiten gegeben, sagte der Sprecher. Es handele sich dabei aber um eine geringe Stückzahl. Bei den Dieselmotoren seien 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter-Varianten betroffen. Alle Aggregate stammen einem Sprecher zufolge aus dem Wolfsburger Stammhaus von VW.

Kohlendioxid (CO2) ist zwar unschädlich für den Menschen, aber zugleich das bedeutendste Treibhausgas und wesentlich für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich. Die CO2-Grenzwerte sind in der EU in den vergangenen Jahren verschärft worden.

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