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10.01.2005

09:16 Uhr

Unternehmen verhandelt derzeit über Sparpaket

Audi rechnet mit erneutem Absatzplus

Die Ingolstädter Volkswagen-Tochter Audi rechnet nach den Worten von Vorstandschef Martin Winterkorn nach einem Absatzplus im vergangenen Jahr mit weltweit weiter steigenden Verkäufen. Zugleich bekräftigte der Konzernchef das Ertragsziel für 2004.

HB DETROIT. „Das werden wir toppen“, sagte Winterkorn am Sonntag am Rande der Autoschau in Detroit mit Blick auf den Absatzanstieg von Audi im vergangenen Jahr von 1,2 % auf 779 441 Fahrzeuge. Er begründete seine Zuversicht damit, dass 2005 mehrere neue Modelle voll zur Verfügung stünden. Auch bei den Verhandlungen über ein Sparpaket sei Audi auf einem guten Weg. Mit einer Einigung könne weiterhin im kommenden Monat gerechnet werden.

Winterkorn bekräftigte zudem die Ergebnisprognose für 2004. „Wir bleiben bei unserer bisherigen Aussage.“ Demnach rechnet Audi für 2004 mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau von einer Milliarde Euro. Audi will nach früheren Angaben 2004 auch einen steigenden Umsatz erreichen.

Mit Blick auf den hohen Eurokurs schloss Winterkorn den Bau eines Werkes in den USA nicht aus. „Die Produktion im Dollarraum ist ein ständiges Thema.“ Durch den hohen Eurokurs verteuern sich die Produkte deutscher Hersteller, die nicht im Dollarraum produzieren, und schmälern deren Wettbewerbsfähigkeit. „Wir wären schlechte Kaufleute, wenn wir nicht immer darüber nachdenken würden.“ Dabei ist nicht nur einen Alleingang vorstellbar: Man müsse „im Konzern denken“, betonte der Audi-Chef.

Damit vertritt Winterkorn bei diesem Thema eine in Nuancen andere Sicht als VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder. Auch Pischetsrieder will den Anteil der Produktion im Dollarraum erhöhen, schließt aber für die nächsten zehn Jahre ein neues Werk in Nordamerika aus. Bislang unterhält der Konzern im Dollarraum Produktionsstätten in Mexiko und Brasilien.

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