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06.01.2011

16:07 Uhr

US-Agrochemiekonzern

Monsanto schreibt wieder schwarze Zahlen

Unter anderem wegen des eingeleiteten Konzernumbaus ist der US-Agrochemiekonzern Monsanto wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Bayer-Konkurrent erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen Gewinn von sechs Millionen Dollar, nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum.

Genveränderte Kartoffel "Amflora" von Monsanto in Mecklenburg-Vorpommern. dpa

Genveränderte Kartoffel "Amflora" von Monsanto in Mecklenburg-Vorpommern.

HB KANSAS CITY. Der US-Agrochemiekonzern Monsanto schreibt unter anderem dank des eingeleiteten Umbaus wieder schwarze Zahlen. Der für seine Pflanzen-Gentechnik bekannte US-Konzern erzielte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2011 einen Gewinn von sechs Millionen Dollar nach einem Verlust von 19 Millionen Dollar vor Jahresfrist, wie Monsanto am Donnerstag mitteilte.

Der Konkurrent des Leverkusener Bayer-Konzerns und der Schweizer Syngenta erzielte pro Aktie einen operativen Gewinn von zwei Cent. Damit traf das Unternehmen die Analystenerwartungen. An der US-Börse stieg die Monsanto-Aktie im frühen Handel um mehr als drei Prozent.

Monsanto habe in den für das Unternehmen wichtigsten Feldern zugelegt, wozu das Geschäft mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften gehöre, erklärte Konzernchef Hugh Grant. „In den USA zeigen unsere frühen Auftragsbücher, dass die Landwirte Interesse an unseren neusten Produkten haben.“ Monsanto gehört zu den Marktführern bei gentechnisch verändertem Saatgut.

Das Management bekräftigte das Gewinnziel für das gesamte Geschäftsjahr 2011. Das Unternehmen erwartet wie bisher ein Ergebnis je Aktie zwischen 2,72 und 2,82 Dollar. Neue Saatgut-Produkte sollen in diesem Jahr das Ergebnis ankurbeln. Monsanto ist der weltgrößte Saatguthersteller.

Im Dreimonatszeitraum bis Ende November setzte der Konzern 1,8 Milliarden Dollar um - das sind acht Prozent mehr als vor Jahresfrist. Monsanto erzielte im Biotech- und Saatgutbereich Umsatzzuwächse bei großen Kulturen wie Soja, Mais und Baumwolle. Besonders in Südamerika war die Saatgutnachfrage stark, wobei Argentinien hervorstach.

Im Geschäft mit Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtern nahm der Umsatz um drei Prozent zu. Monsanto hatte im Geschäft mit Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzprodukten zuletzt unter der Billigkonkurrenz aus Fernost gelitten und im vergangenen Jahr umfangreiche Restrukturierungen eingeleitet.

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