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01.09.2011

23:05 Uhr

US-Auto-Markt

Stetes Wachstum für deutsche Autobauer

Der US-Automarkt kommt wieder an Fahrt. Volkswagen laufen in den USA nach wie vor gut - der Kompaktwagen Jetta brachte ein zweistelliges Absatzplus. August war aber kein einfacher Monat für die deutschen Autobauer.

Der VW-Jetta findet kräftigen Zuspruch bei amerikanischen Verbrauchern. dpa

Der VW-Jetta findet kräftigen Zuspruch bei amerikanischen Verbrauchern.

Frankfurt/Herndon/Detroit/Woodcliff LakeDiese Runde scheint an die amerikanischen Autobauer zu gehen: Im August griffen die US-Autokäufer nach ersten Verkaufszahlen vor allem zu Wagen heimischer Marken. Nach einer ersten, noch unvollständigen Auswertung des Branchenblattes Automotive News stiegen die Auto-Verkäufe im August um 18 Prozent.

In den vergangenen Monaten hatte es Volkswagen (VW) dagegen wiederholt geschafft, die Konkurrenz auszustechen. Dieses Mal schnitt Volkswagen unterdurchschnittlich ab. Der Sportwagenbauer Porsche legte gar nur um 7 Prozent auf 2200 Sport- und Geländewagen zu.

Der Münchener Autobauer BMW muss im August einen leichten Rückgang beim Konzernabsatz in den USA hinnehmen. Mit 23.924 Fahrzeugen seien 0,2 Prozent weniger Autos verkauft worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Dienstag in Woodcliff Lake (US-Bundesstaat New Jersey) mit. Allerdings legte der Verkauf von Autos der Marke BMW um 6,5 Prozent auf 20.815 zu. Vom Mini wurden dagegen mit 3.109 Fahrzeugen 29,7 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr.

Die amerikanische Opel-Mutter General Motors meldete ein Plus seines heimischen Absatzes von 18 Prozent im August.

Der August brachte VW in den USA ebenfalls ein Absatzplus. Allerdings fiel die Wachstumsrate mit 10,4 Prozent auf 25.232 Wagen geringer aus als in den starken Vormonaten, wie aus der Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag hervorgeht. Das ist ein Zuwachs von 10,4 Prozent binnen Jahresfrist.

Kräftigen Zuspruch bei den amerikanischen Verbrauchern fand vor allem das wichtigste Modell Jetta, ein Stufenheck-Version des Golf: Rund die Hälfte der Verkäufe entfiel erneut auf den Jetta. Der Kompaktwagen bescherte im August ein zweistelliges Absatzplus.Der Absatz kletterte binnen Jahresfrist um 35,9 Prozent auf 14.500 Fahrzeuge. Der Golf verkaufe sich im August um 20,2 Prozent mehr.

Bremsend wirkten nach Angaben von US-Chef Jonathan Browning unter anderem die sinkende Konsumstimmung. „Der August hat seinen Anteil an Herausforderungen gehabt, das Verbrauchervertrauen schwand, dazu ein Hurrikan am letzten Wochenende des Monats, um nur zwei zu nennen“, erklärte Jonathan Browning, Präsident von Volkswagen of America. Dennoch habe VW nun den siebten Monat in Folge auf dem US-Markt zweistellige Wachstumsraten eingefahren.

Seit Jahresbeginn hat der Wolfsburger Autobauer 208.423 Autos abgesetzt, 20,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bis zum Jahr 2018 soll der Absatz auf 800.000 Stück im Jahr steigen. Dazu sollen auch mehr Fahrzeuge aus lokaler Produktion beitragen. Im Herbst geht der extra für den US-Markt entwickelte Passat an den Start. Er ist das erste Modell, das aus der neuen Fabrik in Chattanooga im Süden der USA stammt.Mit dem US-Passat und dem neuen Beetle stehen zwei neue Modelle in den Startlöchern, von denen sich VW hohe Verkaufszahlen erhofft.

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