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16.01.2013

06:36 Uhr

US-Autobauer

Ford-Finanzvorstand kritisiert EU

ExklusivBob Shanks greift die Marktöffnung der EU-Staaten an. Angesichts von Überkapazitäten bei der Produktion in Europa sei dies schwer zu verstehen. Die Politiker öffneten den Markt für „jedermann“, so der Ford-Manager.

Auf dem europäischen Markt rechnet Ford für die Jahre 2012 und 2013 mit einem Verlust von drei Milliarden Dollar. Für den US-Markt ist der Konzern hingegen positiv gestimmt. AFP

Auf dem europäischen Markt rechnet Ford für die Jahre 2012 und 2013 mit einem Verlust von drei Milliarden Dollar. Für den US-Markt ist der Konzern hingegen positiv gestimmt.

DetroitDer im April berufene Finanzvorstand von Ford, Bob Shanks, hat die Verhandlungen der EU mit Japan über ein Freihandelsabkommen kritisiert. Schon der Vertrag mit Südkorea 2011 sei angesichts einer Produktionsüberkapazität von „weit mehr“ als drei Millionen Fahrzeugen in Europa schwer zu verstehen. „Die Politiker öffnen den Markt für jedermann“, sagte der 60-Jährige dem Handelsblatt. „Das erscheint ein wenig einseitig.“

Kritik übte der Finanzvorstand auch an den sogenannten „National Champions“, die wie in Frankreich mit staatlicher Hilfe geschaffen wurden. „Dort wird zu wenig an das Geschäft gedacht“, sagte Shanks und forderte mehr Restrukturierung in Europa, damit die Automobilbranche „wieder gesund“ wird. Das Geschäft in Europa sieht Shanks skeptisch. Die Situation sei „sehr schwierig“. Für 2013 erwartet der Amerikaner einen Absatzrückgang auf bis zu 13 Millionen Fahrzeuge; 2012 wurden 14 Millionen Autos verkauft.

Größte Autohersteller in den USA

Platz 10

BMW - 348.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um 14 Prozent zulegen.

Platz 9

Kia - 558.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner sind auf Rang neun abgerutscht. Und das trotz eines Absatzzuwachs von 15 Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 596.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin legte der Absatz im Jahresvergleich um 34 Prozent zu.

Platz 7

Hyundai - 703.000 verkaufte Fahrzeuge

Neun Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im Jahr 2021. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von zehn Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Ford - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt verkaufen die US-Amerikaner 25 Prozent ihrer Fahrzeuge. Die Verkäufe ziehen leicht an: Ford kommt auf ein Wachstum von sechs Prozent.

Platz 4

Honda - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner erobern hauchdünn den vierten Platz in den USA. Der Absatz wurde um 24 Prozent gesteigert.

Platz 3

Chrysler - 1,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Chrysler gehörte zu den totgesagten Markten in den USA in Folge des Konjunktureinbruchs 2009. Doch mittlerweile ist der US-Konzern zum Retter geworden – und zwar für die Mutter Fiat. In 2012 gab es ein Plus von 21 Prozent bei den Absatzzahlen.

Platz 2

Toyota - 2,08 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Absatzzahlen der Japaner sind 2012 in den USA regelrecht explodiert. Im Vorjahrsvergleich verkaufte Toyota 27 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 1

General Motors - 2,60 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein leichtes Wachstum von vier Prozent.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Auf dem europäischen Markt rechnet Ford für die Jahre 2012 und 2013 mit einem Verlust von drei Milliarden Dollar. Für den US-Markt ist Shanks hingegen positiv gestimmt. Der Absatz in dem nach Volumen zweitgrößten Automarkt der Welt stieg 2012 um 13 Prozent auf 14,5 Millionen Fahrzeuge. Auch dieses Jahr sieht Shanks mit einem Absatz von 15 bis 16 Millionen Fahrzeuge ein deutliches Plus. Neu eingeführte Modelle wie der Fiesta und der Escape sollen den Absatz treiben.

Von

tja

Kommentare (1)

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Rene

16.01.2013, 07:25 Uhr

Häh, die marktliberalen USA wollen Handelshemmnisse?

Wenn dem so ist, sollte Ford seine Farhzeuge nicht in der EU verkaufgen dürfen, wohl aber Japan. Deren PKW sind eher ein Nutzen.

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