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13.12.2013

09:23 Uhr

US-Autobauer

Ford treibt Expansion voran

Das Geschäft in Nordamerika boomt: Der Konzernumsatz von Ford ist im dritten Quartal um zwölf Prozent gestiegen. 2014 will der US-Autobauer neue Modelle auf den Markt bringen und mehrere neue Werke eröffnen.

Ein Ford Mustang fährt durch New York: In Nordamerika sind vor allem Fords Pick-up-Trucks und Geländewagen beliebt. Reuters

Ein Ford Mustang fährt durch New York: In Nordamerika sind vor allem Fords Pick-up-Trucks und Geländewagen beliebt.

DearbornDer US-Autobauer Ford will seine weltweite Expansion vorantreiben. 2014 bringt Ford insgesamt 23 neue Autos und Kleinlastwagen auf den Markt, darunter ein neues Modell des legendären Sportwagens Mustang sowie eine von Grund auf überarbeitete Version seines am meisten Gewinne einbringenden Fahrzeugs - des Pickup F-150. Noch nie in der 110-jährigen Geschichte des Unternehmens gab es so viele neue Modelle in einem Jahr. Es sind doppelt so viele wie in diesem Jahr. Ford sei auf gutem Weg, weltweit sechs Millionen Fahrzeuge herzustellen. In den USA und in Asien sollen insgesamt 11.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Ford profitierte in diesem Jahr vor allem vom boomenden Geschäft in Nordamerika, wo vor allem Pick-up-Trucks und Geländewagen beliebt sind. Im dritten Quartal war der gesamte Konzernumsatz um zwölf Prozent auf 36,0 Milliarden Dollar gestiegen. Dazu trugen auch bessere Verkäufe in Asien und Lateinamerika bei. Unterm Strich musste Ford zwar einen Gewinnrückgang um 22 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar hinnehmen.

Grund waren aber vor allem Kosten für Werksschließungen in Europa, zum anderen Pensionszahlungen in den USA. Im Gesamtjahr soll das Ergebnis vor Steuern steigen.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Im schwierigen Europageschäft kam Ford zuletzt voran. Im dritten Quartal stiegen die Verkäufe auf dem wichtigen Markt wieder leicht, zudem machten sich die eigenen Sparmaßnahmen bemerkbar. Die Verluste in Europa seien deutlich reduziert worden.

Ford war in der Wirtschaftskrise der einzige der drei großen US-Autobauer, der sich aus eigener Kraft über Wasser halten konnte. Dagegen mussten General Motors und Chrysler vom Staat gerettet werden. Bei Ford hatte der ehemalige Boeing-Manager Mulally rechtzeitig die Kosten gedrückt und die Modellpalette modernisiert.

Von

dpa

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