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28.01.2011

13:44 Uhr

US-Autobauer

Fords Straße zum Erfolg hat einen Knick bekommen

Der Autobauer Ford gilt bislang als eine der großen Comeback-Geschichten der amerikanischen Industrie. Jetzt aber musste Ford fürs abgelaufene Quartal einen Gewinneinbruch um 80 Prozent melden. Das ist aber nur die halbe Geschichte.

Ford C-Max bei der Automesse von Detroit. DAPD

Ford C-Max bei der Automesse von Detroit.

HB DETOIT. Ein massiver Schuldenabbau und überraschende Verluste im Europageschäft haben dem Autobauer Ford einen kräftigen Gewinnrückgang eingebrockt. Der US-Konzern verbuchte im Schlussquartal des vergangenen Jahres unter dem Strich einen Gewinneinbruch von 80 Prozent auf 190 Millionen Dollar.

Dabei schlugen die Kosten für die Umschuldung mit fast einer Milliarde Dollar zu Buche, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Enttäuschend entwickelte sich die Europatochter, die in die roten Zahlen fuhr. Zudem lasteten Investitionen in neue Fahrzeuge auf dem Ergebnis, mit dem Ford die Markterwartungen verfehlte. Anleger verkauften die Aktie scharenweise. Das Papier verlor fast zehn Prozent an Wert.

Die US-Investmentfirma McGinn führte den Kursrückgang auf zu hohe Erwartungen zurück. „Sie erwarten, dass Ford mit tollen Autos kommt und diese verkauft. Alles, was ein bisschen enttäuschend ausfällt, selbst wenn es eine kleine Enttäuschung in einer großen Geschichte ist, wird bestraft“, sagte der für Anlagen verantwortlichen Manager Bernie McGinn.

Auch ohne die Sonderposten verdiente Ford weniger als erwartet. Dazu trugen höhere Kosten für die Einführung neuer Modellreihen wie des Geländewagens Explorer und die Neuauflage des in USA beliebten Pickup-Wagens F-150 bei. Die in Köln ansässige Europatochter verbuchte einen operativen Verlust von 51 Millionen Dollar, nach einem Gewinn von 253 Millionen Dollar vor Jahresfrist. Experten hatten mit einem Gewinn gerechnet.

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