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01.06.2011

22:19 Uhr

US-Autobauer

Rettung wird nicht so teuer wie gedacht

Das Auffangen der amerikanischen Autoindustrie wird für den US-Steuerzahler günstiger als gedacht. Anvisiert waren 48 Milliarden Dollar, erwartet werden jetzt weniger als 16 Milliarden Dollar.

Die US-Autobauer kommen mit weniger Geld wieder auf die Füße. Quelle: ap

Die US-Autobauer kommen mit weniger Geld wieder auf die Füße.

Washington Die Rettung der US-Autobauer General Motors und Chrysler während der Finanz- und Wirtschaftskrise wird Amerikas Steuerzahler um die 14 Milliarden Dollar (9,7 Mrd Euro) kosten. Während man ursprünglich mit einem Verlust von 60 Prozent der 80 Milliarden Dollar (55,5 Mrd Euro) an Hilfen rechnete, dürfte das Minus nun weniger als 20 Prozent betragen, heißt es in einem vom Weißen Haus am Mittwoch vorgelegten Bericht.

Bislang sei etwa die Hälfte der Gesamtsumme zurückgezahlt worden. „Wir denken, dass die Schritte, die wir und sie (die Firmen) unternommen haben, die Unternehmen auf einen Pfad zum Erfolg gebracht haben“, sagte Ron Bloom, Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama. Zwar freue sich niemand über die Verluste. Doch hätten die Hilfen Jobs gerettet und schwereren Schaden für die gesamte Autoindustrie abgewendet, sagte Bloom weiter.

Die Branche bezifferte das erwartete Minus am Mittwoch auf 14 Milliarden Dollar. Chrysler hatte vor wenigen Tagen wie angekündigt 7,6 Milliarden Dollar an Staatshilfen zurückgezahlt. Der US-Fiskus erhielt dabei 5,9 Milliarden Dollar und der kanadische Staat 1,7 Milliarden Dollar. Damit wird auch der Weg frei für eine Mehrheitsübernahme durch Fiat.

Die US-Regierung hatte Hunderte Milliarden Dollar sogenannter TARP-Hilfen bereitgestellt, um Unternehmen in der Wirtschaftskrise vor dem Untergang zu retten. Präsident Obama will an diesem Freitag ein Chrysler-Werk im Bundesstaat Ohio besuchen.

dpa

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