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01.06.2012

20:11 Uhr

US-Automarkt

Deutsche Autos bleiben weiter gefragt

Trotz des abgeschwächten Wachstums auf dem US-Automarkt bleiben deutsche Marken gefragt. VW profitierte stark von einem auf den US-Geschmack abgestimmten Passat-Modell. Doch auch Audi und Porsche legten zu.

Passat-Limousinen im VW-Werk in Chattanooga, Tennessee. dpa

Passat-Limousinen im VW-Werk in Chattanooga, Tennessee.

Detroit/FrankfurtDas Wachstum des amerikanischen Automarkts hat sich im Mai abgeschwächt. Zwar verkauften GM, Toyota, Chrysler und Co. mehr Autos als im Vorjahresmonat, doch nach dem rasanten Anstieg zu Jahresanfang hatten einige Analysten bessere Zahlen erwartet. Trotz des Dämpfers zeigten sich die Autobauer am Freitag weiterhin optimistisch: Angesichts des hohen Durchschnittsalters der amerikanischen Autoflotte bleibe der Nachholbedarf groß.

Die Opel-Mutter GM verteidigte mit rund 245.000 verkauften Autos den Spitzenplatz, doch mit elf Prozent fiel das Wachstum geringer aus als bei vielen Konkurrenten. So konnte Chrysler den Absatz um gut 30 Prozent auf rund 150.000 Autos steigern, Ford brachte gut 216.000 Wagen an die Kunden - 13 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Besonders stark war der Anstieg bei Toyota, nachdem der Autobauer im vergangenen Jahr unter den Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe in Japan gelitten hatte. Die Japaner konnten den Absatz nun um 87 Prozent auf knapp 203.000 Wagen erhöhen.

Deutsche Autos blieben in den USA weiter gefragt. Volkswagen verkaufte 28 Prozent mehr Autos. Dabei profitierten die Wolfsburger einmal mehr vom speziell auf den US-Geschmack abgestimmten Mittelklassewagen Passat, der seit dem vergangenen Jahr in dem neuen Werk in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee vom Band rollt. Insgesamt konnte VW 38.657 Autos in den USA verkaufen - so viel wie seit 1973 nicht mehr.

Die Tochter Audi steigerte ihren Absatz um zehn Prozent auf 11.503 Wagen. Daimler verkaufte von seiner Kernmarke Mercedes-Benz 22.515 Autos, ein Plus von 19,2 Prozent. Damit wuchsen die Stuttgarter auch schneller als der Konkurrent BMW, der seinen Absatz inklusive Mini um 7,1 Prozent steigerte und 28.321 Wagen verkaufte. Der Sportwagenbauer Porsche schwächelte hingegen und schaffte lediglich ein Verkaufsplus von einem Prozent auf 2852 Wagen.

Die amerikanischen Autokäufer hatten sich in den vergangenen Monaten als Stütze der Konjunktur erwiesen. Trotz steigender Benzinpreise und anhaltend hoher Arbeitslosigkeit stellen sie sich weiterhin neue Autos in ihre Garagen. In vielen Fällen sind sie zur Neuanschaffung gezwungen, da das Durchschnittsalter der Autos auf amerikanischen Straßen bei über zehn Jahren liegt.

Der Nachholbedarf sei weiter hoch, sagte Don Johnson, GM-Verkaufschef in den USA. Auch der USA-Chef von VW, Jonathan Browning, zeigte sich trotz der zuletzt enttäuschenden US-Konjunkturdaten zuversichtlich: „Die zugrundeliegenden Trends weisen weiter in eine positive Richtung."

Von

rtr

Kommentare (2)

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Detroit

02.06.2012, 18:33 Uhr

die 38.000 Autos, die VW verkauft hat sind doch lächerlich. Da verkauft GM Opel in Europa noch mehr. Da gibts nur eins Werke scbliessen und die Marke VW einstampfen. Mit der braunen Vergangenheit will VW in den USA kein Mensch fahren. Da bringt die gute Technik auch nichts .

jpie

03.06.2012, 00:06 Uhr

Opel und VW VSA zu vergleichen heisst Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Opel war eine deutsche Firma, bevor sie vom VS-Kapital aufgefressen und abgewirtschaftet wurde.
Und wer will schon Ami-Autos fahren, wo die Amis die Indianer, Ureinwohner Amerikas, systematisch abgeschlachtet haben.
An solchen Autos klebt doch das Blut unschuldiger Menschen.
Und ausserdem können Amis sowieso keine Autos bauen.

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