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30.09.2011

14:20 Uhr

US-Automarkt

J.Lo soll Fiat 500 zum Kassenschlager singen

VonCarina Kontio

Seit Monaten steht der Fiat 500 in den USA bei den Händlern – und entpuppt sich als Ladenhüter. Jetzt holt sich Fiat zur Rettung die Top-Latina Jennifer Lopez (J.Lo) ins Boot. Ob das Fiat im Land der Pick-ups hilft?

Fiat hat die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez als neues Testimonial engagiert. dapd

Fiat hat die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez als neues Testimonial engagiert.

DüsseldorfEr sollte in den USA eine Retro-Ära einläuten, einen neuen Trend setzen, den Mini des Rivalen BMW ausstechen – doch der Fiat 500 entpuppt sich als Ladenhüter. Enttäuschung pur. Nun soll es die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez richten und den Autobauer in höchsten Tönen besingen und nebenbei den Verkauf des Kleinwagens ankurbeln.

Das erste Resultat der Kooperation ist jetzt in einem neuen Werbespot zu sehen.

Mit der Lopez-Werbung für das neue Fiat 500 Cabrio setzt Fiat auf die starke sinnliche Präsenz und die erotische Ausstrahlung der langhaarigen Brünetten mit dem legendären Hinterteil. Natürlich werden in dem Spot nicht nur die Vorzüge der Kultkugel, sondern auch die sehenswerten Seiten von J.Lo ins rechte Licht gestellt.

Wie viel Geld Fiat dafür in die Hand nimmt, weiß keiner. Als die US-Tochter Chrysler des Stuttgarter Automobilriesen Daimler 2002 die kanadische Pop-Sängerin Céline Dion für zwei Jahre als Testimonial einkaufte, kostete das zehn Millionen Euro. Solche Deals kann man als eine klassische Win-Win-Situation bezeichnen, bei der beide Seiten profitieren - wenn der Plan aufgeht. Für Fiat und J.Lo heißt das: Die Italiener bringen ihren Ladenhüter unter die Leute und die neue Single "Papi" von J.Lo verkauft sich wie warme Semmeln. So weit die Theorie.

Anlass für solche aufwändige Werbung hat Fiat genug: Im August kassierte der Autobauer seine Verkaufspläne für die USA – angepeilt war ein Absatzziel von 50.000 Fiat 500 bis Ende 2011. Von März bis Juli wurden gerade mal 11.000 Exemplare in den USA und Kanada an den Mann gebracht; im August verkaufte der Konzern 3.106 Einheiten.

Spannungen mit US-Händlern

Schuld daran sind Verzögerungen beim Ausbau des Händlernetzwerkes in den USA, räumte Laura Soave kürzlich ein, die Chefin von Fiat Nordamerika. Schon bei der Einführung des Modells (Ende 2010), das für den US-Markt in Mexiko produziert wird, knirschte es gewaltig zwischen Konzerleitung und den Händlern. Der Grund: Sergio Marchionne, der sowohl Fiat als auch den Partner Chrysler führt, verlangte von den ohnehin schon klammen Chrysler-Händlern erhebliche Investitionen. Vor allem die Vorgabe, Fiat und Chrysler nicht im selben Raum zu verkaufen, sorgte für Unverständnis – weil der Um- oder Ausbau der Verkaufsräume ins Geld geht. Und so blieb Fiat auf dem 500 sitzen.

Kommentare (2)

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Mike

30.09.2011, 17:27 Uhr

Schlecht recherchierter Artikel!
Ein Blick auf die USA Verkaufszahlen für den August zeigt dass der Fiat 500 zum ersten mal mehr Fahrzeuge in einem Monat verkauft hat als der Mini!
Der August war für den 500, mit insgesammt 3106 verkauften Einheiten, der bisher stärkste Monat.
Grund dafür,zu den bisherigen 70 Fiat-Chrysler Händler haben sich 30 weiter gesellt die den 500 anbieten
Insgesammt wird es jedoch am Ende des Ausbauses, 140 Händler geben die 500 in den USA anbieten.
Jetzt schon den angebliches Flop des 500 in Nordamerika (Usa,vKanada) zu propagieren, ist für mich deshalbe nur billige anti Fiat Propaganda!

GuidoM

24.10.2011, 09:16 Uhr

Ziemlich lausiger Artikel. Der 500 und Mini haben seit Monaten fast die gleichen Verkaufszahlen und die Gallone kostet auch fast einen $ mehr als im Artikel genannt. Smart ist allerdings wirklich total eingebrochen.

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