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06.01.2010

08:04 Uhr

US-Automarkt

Pkw-Hersteller legen wieder zu

Der Dezember war ein guter Monat für viele US-Autobauer. Auch für deutsche Hersteller lief das Weihnachtsgeschäft in den USA besser als im Vorjahr. Insgesamt sehen die Bilanzen für 2009 düster aus, doch Besserung ist in Sicht.

Im Dezember verkauften viele Hertseller wieder mehr Autos. Quelle: dpa

Im Dezember verkauften viele Hertseller wieder mehr Autos.

HB DÜSSELDORF. Der US-Autokonzern Ford hat gestern mit einem Dezember-Absatzplus von fast einem Drittel die Anleger erfreut. Sie honorierten die Zahlen mit einem Kursanstieg von zeitweise mehr als sieben Prozent. 184 655 Fahrzeuge setzte der zweitgrößte US-Autohersteller auf dem Heimatmarkt ab. Allerdings hatte der letzte Monat des Jahres 2009 zwei Verkaufstage mehr als 2008. Im Gesamtjahr 2009 verzeichnete Ford ein Minus von 15,4 Prozent auf rund 1,68 Millionen verkaufte Wagen.

Bei GM und Chrysler fiel die Bilanz düsterer aus. Die Opel-Mutter büßte im Dezember sechs Prozent auf 209 000 Fahrzeuge ein. Chrysler verlor vier Prozent auf 90 000 Autos. Für das Gesamtjahr steht bei GM ein Minus von 30 Prozent, bei Chrysler gar von 36 Prozent.

Bei den deutschen Herstellern sah der Dezember in den USA besser aus als im Vorjahr. Daimler verkaufte acht Prozent mehr Autos, insgesamt 20 025; allerdings brach der Smart-Absatz um 63 Prozent ein. Die BMW Group verkaufte 23 617 Fahrzeuge, ein Plus von 9,2 Prozent. Dabei schrumpfte der Absatz der Konzernmarke Mini um 2,2 Prozent, während die Marke BMW 11,5 Prozent zulegte. Der Absatz von VW kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozent auf 20 387 Fahrzeuge. Die VW-Tochter Audi verkaufte mit insgesamt 9 030 Autos 17,1 Prozent mehr; bei Porsche sank der Absatz von 2 154 auf nun 2 118 Autos - dennoch der beste Monat 2009.

Im Gesamtjahr steht auch in den US-Bilanzen der deutschen Hersteller ein Minus. Daimler verkaufte 225 128 Autos, 15,3 Prozent weniger als 2008; BMW verlor 20,3 Prozent auf 241 727 Wagen; der VW-Absatz sank um 4,3 Prozent auf 213 454 Autos. Audi verkaufte mit 82 716 Autos 5,7 Prozent weniger; Porsche kam mit 19 696 Fahrzeugen auf ein Minus von 24 Prozent.

Der durch die Abwrackprämie ausgelöste Run auf Autos in Deutschland ließ im Dezember nach. Die Neuzulassungen schrumpften nach Schätzungen der Importeure binnen Jahresfrist um 4,7 Prozent auf gut 215 000 Einheiten. Insgesamt seien 2009 mehr als 3,8 Mio. Autos neu registriert worden, so viele wie seit 17 Jahren nicht mehr, teilte der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mit. Für 2010 erwartet er einen Rückgang auf 2,8 bis 2,9 Mio. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) geht von 2,75 bis 3,0 Mio. Neuanmeldungen aus.

Für die USA erwartet Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer ein Plus von 15,5 Prozent auf 11,9 Mio. Neuwagen. Der weltweite Autoabsatz soll 2010 gut vier Prozent auf rund 55 Mio. steigen.

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