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06.04.2013

01:52 Uhr

US-Elektroautobauer

Fisker entlässt Großteil der Mitarbeiter

Die Suche nach einem finanzkräftigen Partner scheint für den amerikanischen Elektroautobauer Fisker noch nicht erfolgreich gewesen zu sein. Der Spezialhersteller entlässt die meisten seiner Mitarbeiter.

Der US-Elektroautobauer Fisker entlässt die meisten seiner Mitarbeiter um einer Insolvenz zu entgehen. Reuters

Der US-Elektroautobauer Fisker entlässt die meisten seiner Mitarbeiter um einer Insolvenz zu entgehen.

AnaheimDer in finanziellen Schwierigkeiten steckende US-Elektroautobauer Fisker hat den Großteil seiner Mitarbeiter entlassen. Etwa 150 von zuletzt noch 200 Mitarbeitern mussten am Freitag gehen, wie US-Medien berichteten. Fisker habe „leider einen Punkt erreicht, wo eine drastische Reduzierung unserer Belegschaft nötig wurde“, erklärte das kalifornische Unternehmen selbst in einer Mitteilung. Der Hersteller sucht weiterhin nach einem finanzkräftigen Partner.

Für Fisker ist es wohl der letzte Versuch, der Schließung zu entgehen. Dem Unternehmen geht das Geld aus - Kreisen zufolge sind die Bargeldbestände auf 30 Millionen Dollar geschrumpft. Die US-Regierung ist zuletzt sehr zurückhaltend bei der Gewährung von Darlehen gewesen. Analysten rechnen damit, dass der Konzern in Kürze Insolvenz anmeldet.

Fisker hat sein Juli kein einziges Auto mehr produziert und konnte noch keinen Erfolg bei der Suche nach einem neuen Investor verbuchen. Hinzu kam jüngst der abrupte Abgang des Chefs, Namensgebers und früheren BMW -Designers Henrik Fisker. Zu den Investoren von Fisker gehören Popstar Justin Bieber und Schauspieler Leonardo DiCaprio.

Fisker ist neben Tesla einer der bekanntesten Spezialhersteller von Elektroautos. Das Unternehmen wurde 2007 von dem aus Dänemark stammenden Autodesigner Henrik Fisker und dem ehemaligen BMW-Manager Bernhard Koehler gegründet. Sie stellten den gut 100 000 Dollar teuren Elektro-Sportwagen Fisker Karma auf die Räder. Seit einigen Monaten steht die Produktion aber still. Zuerst fror die US-Regierung einen Kredit ein, weil Fisker ein versprochenes Massenmodell bis heute nicht lieferte, dann ging der Batterielieferant pleite.

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