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28.01.2009

17:44 Uhr

US-Flugzeugbauer

Boeing streicht 10 000 Stellen

Der amerikanische Flugzeug- und Rüstungskonzern hat die Erwartungen nicht erfüllt. Ein knapp zweimonatiger Mechaniker-Streik ließ Boeing zum Jahresende 2008 in die Verlustzone geraten. Die Folge: Boeing streicht Jobs.

Boeing glänzt nicht mit Zahlen. Foto: Reuters Reuters

Boeing glänzt nicht mit Zahlen. Foto: Reuters

HB CHICAGO. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern Boeing ist nach einem wochenlangen Streik zum Jahresende 2008 in die Verlustzone geflogen und streicht nun 10 000 Stellen. Der US-Konkurrent des europäischen EADS-Konzerns musste am Mittwoch auch seine Gewinnprognose für das laufende Jahr heftig kappen. "Wir sehen uns einem wirtschaftlich sehr schwierigen Umfeld gegenüber", sagte Boeing-Chef Jim McNerney.

Unterm Strich stand im Schlussquartal auch wegen großer Probleme bei neuen Flugzeugtypen ein Minus von 56 Millionen Dollar. Der Umsatz brach durch die Lieferausfälle um 27 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar ein, wie Boeing in Chicago mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch mehr als eine Milliarde Dollar Gewinn erzielt. Das Ergebnis fiel weit schlechter als von Analysten erwartet aus. Die Aktie hielt sich aber in den ersten US-Handelsstunden am Mittwoch dank eines starken Gesamtmarkts im Plus.

Der Stellenabbau treffe sechs Prozent der Beschäftigten, sagte McNerney. Zuletzt hatte der Konzern rund 160 000 Mitarbeiter. Boeing hatte wegen der Krise in der Luftfahrtbranche bereits die Streichung von 4 500 Jobs im Verkehrsflugzeugbau angekündigt.

Im gesamten Jahr 2008 stürzte der Überschuss um rund ein Drittel auf 2,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 60,9 Milliarden Dollar. Der fast zweimonatige Mechanikerstreik drückte das Ergebnis um 1,8 Milliarden Dollar nach unten. Massive Verzögerungen bei den neuen Jumbo-Modellen 747-8 kosteten weitere 685 Millionen Dollar. "Das hat mich sehr enttäuscht", räumte McNerney ein.

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