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12.01.2009

14:59 Uhr

US-Flugzeugbauer

Boeing streicht massiv Arbeitsplätze

Der US-Flugzeugbauer Boeing streicht nach einem Auftragseinbruch Tausende von Stellen. Etwa 4 500 der 68 000 Arbeitsplätze im Bereich Verkehrsflugzeuge sollen wegfallen – das sind knapp sieben Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter sinke damit wieder auf den Stand von Anfang 2008, teilte der Airbus-Konkurrent in Seattle mit.

dpa/Reuters SEATTLE. Boeing hatte im vergangenen Jahr wegen des globalen wirtschaftlichen Sinkflugs einen deutlichen Rückgang seiner Aufträge verzeichnet. Viele Fluggesellschaften in aller Welt treten bei ihren Ausbauplänen wegen der Wirtschaftskrise auf die Bremse.

Die Zahl der bestellten Flugzeuge war bei Boeing 2008 um mehr als die Hälfte auf 662 Stück zurückgegangen. Damit liegt Boeing hinter der EADS-Tochter Airbus, die allein bis Ende November 756 bestellte Flugzeuge gemeldet hatte. Beide haben allerdings gut gefüllte Auftragsbücher.

Der Jobabbau bei Boeing werde vor allem im zweiten Quartal erfolgen, hieß es. Dafür seien auch Kündigungen nötig, die normale Fluktuation reiche nicht aus. Viele der Stellen liegen laut Boeing in der Verwaltung und anderen Bereichen abseits der unmittelbaren Flugzeugfertigung.

Besonders der Start des neuen BoLangstreckenflugzeugs 787 Dreamliner musste wegen vieler Probleme bereits mehrfach verschoben werden. Das erste Flugzeug des neuen Typs soll nun Anfang 2010 ausgeliefert werden - fast zwei Jahre später als ursprünglich geplant.

Wegen der Verzögerungen drohen Boeing Entschädigungsforderungen von Qatar Airways. Die Lieferverspätungen hätten die Expansionspläne der Fluggesellschaft beeinträchtigt, sagte Konzernmanager Ali Al-Rais gestern. Es gebe noch keinen neuen Liefertermin. Über Ausgleichszahlungen werde bereits gesprochen. Qatar Airways hat rund 200 neue Flugzeuge bestellt, darunter 30 Dreamliner.

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