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03.01.2006

19:21 Uhr

US-Konzern Engelhard

BASF plant Milliardenübernahme in USA

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will zum weltweit führenden Anbieter im Katalysatormarkt werden. Für 4,9 Milliarden Dollar will BASF daher nun den US-Chemiekonzern Engelhard übernehmen.

Ein Werksmitarbeiter der BASF steht vor dem Steamcracker II (Dampfspalter) in Ludwigshafen. Foto (27.10.2005): dpa

Ein Werksmitarbeiter der BASF steht vor dem Steamcracker II (Dampfspalter) in Ludwigshafen. Foto (27.10.2005): dpa

HB LUDWIGSHAFEN. Nachdem die Führungsspitze des US-Konzerns Engelhard eine einvernehmliche Transaktion abgelehnt hat, wollen sich die Ludwigshafener direkt an die Aktionäre wenden und ihnen 37,00 Dollar je Anteilsschein bieten, wie BASF am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Kaufpreis von 4,9 Milliarden Dollar. Zugleich hofft BASF weiterhin auf eine Einigung mit dem Anbieter von Materialien für Katalyse und Oberflächenveredelung.

„Wir sind überzeugt, dass unser Barangebot eine überzeugende Gelegenheit darstellt, erheblichen Wert für die Aktionäre von Engelhard zu schaffen“, erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. „Wir hoffen, dass das Board und das Management von Engelhard diese Gelegenheit sowie die Vorteile für die Mitarbeiter von Engelhard erkennen.“ Nach Angaben von BASF-Finanzchef Kurt Bock könnte das Engelhard-Management die Übernahme allerdings blockieren. Nähere Angaben machte er bei einer Telefonkonferenz nicht.

BASF habe sich bemüht, mit dem Board of Directors und dem Management von Engelhard eine einvernehmliche Transaktion zu vereinbaren, erklärte der Chemiekonzern weiter. Ein BASF-Team sei bereit gewesen, sich mit dem Management zu treffen, um zusätzlichen Unternehmenswert zu identifizieren. Dies hätte es BASF ermöglicht, das ursprüngliche Kaufpreisangebot um 1,00 Dollar je Aktie zu erhöhen. Diese Bemühungen seien jedoch zurückgewiesen worden, erklärte der Chemiekonzern.

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