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13.01.2006

14:25 Uhr

US-Mischkonzern

Tyco wird in drei Teile zerlegt

Der US-Mischkonzern Tyco aus Pembroke soll in drei eigenständige börsennotierte Unternehmen aufgeteilt werden.

HB NEW YORK. Der Elektronik- und der Medizinproduktbereich werde abgetrennt. Der verbleibende Teil solle die Geschäfte mit Sicherheits- und Feuerschutzprodukten sowie Armaturen zusammenfassen. Zudem gab das Tyco-Konglomerat mit einem Börsenwert von rund 60 Mrd. Dollar eine Gewinnwarnung aus.

„Nach einer gründlichen Überprüfung der strategischen Optionen mit dem Management sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass die Trennung in drei unabhängige Gesellschaften der beste Weg ist, um deren ganze Möglichkeiten auszuschöpfen“, erklärte Tyco-Chef Ed Breen. Bereits vor vier Jahren war ein Plan zur Aufspaltung des Unternehmens von dem damaligen Chef Dennis Kozlowski unterbreitet, aber dann verworfen worden. Kozlowski wurde später wegen seiner Verwicklung in Bilanzfälschungen verurteilt.

Die drei neuen Unternehmen sollen unter folgenden Namen firmieren: Tyco Healthcare, Tyco Electronics sowie Tyco Fire & Security and Engineered Products & Services. Die Schulden des Unternehmens würden auf alle drei neuen Firmen aufgeteilt oder refinanziert werden, teilte Tyco mit.

Die Aufspaltung solle im ersten Quartal 2007 abgeschlossen sein. Dadurch entstehende einmalige Kosten lägen bei einer Milliarde Dollar. Alle drei Unternehmen werden den Angaben zufolge ihren Sitz voraussichtlich auf den Bermuda-Inseln haben.

Tyco kündigte zudem an, dass der Gewinn im ersten Quartal 2006 wegen geringerer Umsätze unter seinen früheren Prognosen liegen werde. Ohne Sonderposten werde der Gewinn pro Aktie voraussichtlich 38 Cent betragen. Zuvor war Tyco von 40 bis 42 Cent ausgegangen.

Für das Gesamtjahr 2006 erwartet Tyco einen Gewinn je Aktie ohne Sonderposten zwischen 1,85 und 1,92 Dollar. Befragte Branchenexperten erwarten im Schnitt für das erste Quartal einen Gewinn von 42 Cent je Aktie und für das Jahr von 2,01 Dollar je Anteilsschein.

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