Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.05.2014

15:51 Uhr

US-Modelle betroffen

GM muss wieder Millionen Autos zurückrufen

2,6 Millionen GM-Autos müssen wegen defekten Zündschlössern in die Werkstatt. Das ist bekannt. Jetzt kommen weitere 2,7 Millionen Fahrzeuge dazu: Dieses Mal sind Rücklichter und die Bremsen das Problem.

Chevrolet Malibu des Jahrgangs 2014: Bei älteren Modellen dieses Typs kann es zu Problemen mit dem hydraulischen Bremssystem kommen. ap

Chevrolet Malibu des Jahrgangs 2014: Bei älteren Modellen dieses Typs kann es zu Problemen mit dem hydraulischen Bremssystem kommen.

Detroit/New YorkDie Opel-Mutter General Motors (GM) ruft erneut Millionen Fahrzeuge wegen Sicherheitsproblemen in die Werkstätten zurück. Es seien insgesamt 2,7 Millionen Wagen in den USA betroffen, teilte GM am Donnerstag mit. Die Aktion sei das Ergebnis einer stärkeren Konzentration auf die Sicherheit der Fahrzeuge. Die Bilanz für das zweite Quartal 2014 werde dadurch wohl mit 200 Millionen Dollar belastet. GM-Aktien fielen an der Wall Street um knapp ein Prozent. Damit steigt die Gesamtzahl der Autos, die der Hersteller seit Jahresbeginn in die Werkstätten beorderte, in den zweistelligen Millionenbereich.

Allein 2,4 Millionen Autos müssten jetzt wegen möglichen Mängeln an den Rücklichtern zur Überprüfung, teilte der größte US-Autobauer mit. Gut 100.000 Fahrzeuge des Typs Chevrolet Corvette seien wegen Problemen mit dem Abblendlicht und 140.000 Fahrzeuge vom Typ Chevrolet Malibu wegen Problemen bei der Bremskraftverstärkung betroffen. „Die Sicherheit der Kunden steht im Zentrum dessen, wie GM Fahrzeuge entwickelt und produziert werden“, erklärte GM-Manager Jeff Boyer. Das werde durch die neuen Bekanntmachungen in die Praxis umgesetzt. Wie viele Autos außerhalb den USA betroffen sind, war zunächst nicht bekannt.

Von den nun bekanntgegebenen Rückrufen sind zumeist ältere Wagen betroffen bis zurück ins Jahr 2004: die Limousinen Chevrolet Malibu, Saturn Aura und Pontiac G6 sowie der Sportwagen Corvette. Daneben müssen aber auch einige Zehntausend aktuelle Fahrzeuge in die Werkstätten wie die Premiumwagen Cadillac CTS oder der Pick-up-Truck Silverado.

Schon in den vergangenen Monaten hatte GM auf dem nordamerikanischen Markt 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2007 zurückgerufen. Bei den Fahrzeugen können die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten. Dies kann dazu führen, dass sich Airbags bei Unfällen nicht öffnen. Mit dem Konstruktionsmangel werden laut GM mehr als 30 Unfälle mit 13 Toten in Verbindung gebracht. Verbraucherschützer vermuten deutlich höhere Opferzahlen.

Da das Unternehmen schon lange von dem Problem wusste, leiteten der US-Kongress, das Justizministerium und die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Untersuchungen wegen möglicher Vertuschung und Fahrlässigkeit ein. Offenbar hatten Ingenieure bei General Motors bereits ab 2001 Kenntnis von den defekten Zündschlössern. In den USA wurden eine Reihe von Schadenersatzklagen gegen den Konzern eingereicht.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.05.2014, 20:03 Uhr

Was hat GM für ein Management? Können oder wollen die Manager keine zuverlässigen Autos bauen? Wofür erhalten Sie ihre Gehälter und Boni?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×