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22.01.2011

16:03 Uhr

US-Ölgigant

Exxon will Millionen in Erdgas-Suche in NRW investieren

ExklusivVom Kohlenpott zum Erdgasgebiet: Insgesamt neun Unternehmen wollen in Nordrhein-Westfalen nach Erdgas suchen. Mit dabei: der amerikanische Ölriese Exxon, der Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe tätigen will.

"Exxon Mobil Geometric Drilling Lünne 1": Der Ölgigant sucht nicht nur in NRW, sondern auch in NIedersachsen nach Erdgas. dpa

"Exxon Mobil Geometric Drilling Lünne 1": Der Ölgigant sucht nicht nur in NRW, sondern auch in NIedersachsen nach Erdgas.

HB DÜSSELDORF. Der amerikanische Ölkonzern plant weitere Investitionen in Millionenhöhe, um in Nordrhein-Westfalen nach Erdgas zu suchen. "Wir rechnen in der Explorationsphase mit einem deutlich dreistelligen Millionenbetrag", sagte Gernot Kalkoffen, Vorstandsvorsitzender der Exxon Mobil Central Europe dem Handelsblatt.

Wie hoch die Summe tatsächlich ausfallen wird, hänge vor allem davon ab, ob das Gas in der nötigen Konzentration vorliegt und sich wirtschaftlich fördern lässt. "Im Erfolgsfall könnten Milliardenbeträge fließen", sagte Kalkoffen. Er äußerte sich erstmals seit Bekanntwerden der möglichen Vorkommen

Insgesamt neun Unternehmen wollen in Nordrhein-Westfalen nach Erdgas suchen und haben sich Optionen auf verschiedene Gebiete des Bundeslandes gesichert. Mit geschätzten Vorkommen von 2 100 Milliarden Kubikmetern Gas könnten in nordrhein-westfälischem Gestein die zweitgrößten Erdgasvorkommen Europas schlummern

Das Bundesland würde von einer Förderung gleich mehrfach profitieren: Es winkt eine Menge Geld, zudem würden neue Arbeitsplätze entstehen. Die zeigt das Beispiel Niedersachsen, wo schon seit Jahren Erdgas gefördert wird. Dort entstanden insgesamt 7 000 Arbeitsplätze direkt in der Branche, 20 000 Stellen entstanden durch Sekundäreffekte. "In Niedersachsen sind in den vergangenen Jahren dem Land bis zu eine Milliarde Euro an Förderabgaben gezahlt worden", sagt der Exxon-Mobil-Chef. Dazu kommen noch Gewerbesteuern für die jeweiligen Gemeinden, wo Erdgas gefördert wird.

Kommentare (5)

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wneumeier

22.01.2011, 22:11 Uhr

Und wie wird gefördert? Durch "fracking"?

Jeder sollte mal nach der Dokumentation GASLAND im internet suchen.

Denkerist

23.01.2011, 13:56 Uhr

Ja sicherlich ist zu erwarten, dass in dem Dank FDP so wirtschaftsfreundlichen Deutschland das Verfahren angewendet wird.Die Gesundheit der bevölkerung spielt hier ja eigentlich keine Rolle.
Diese Kosten trägt ja Dank dieser Chaoten der bürger - belastet nicht die Gesundheit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,711107,00.html

Hans

23.01.2011, 14:07 Uhr

Kaum gibt es einen Lichtblick bei den Energieresourcen, kommen die deutschen bedenkenträger zum Vorschein.
USA sind durch die Gasförderung aus vergleichbaren
Schichten zum Selbstversorger geworden.
Warum soll in Deutschland nicht ein Zubrot verdient
werden. Die Polen mit ähnlichen Lagerstellen werden
auf jeden Fall fördern.
Die deutschen Grünökos haben bereits wieder Angst,
daß ihre alternativen, total überteuerten Energien
eine weitere Konkurrenz bekommen.
Erdgas aus importen oder selbstgefördertes wird nach
meiner Einschätzung die nächsten Jahrzehnte regieren.
Erdgas betriebene Autos werden die Elektroautos dort
hin verweisen wo sie wegen der Preise hingehören, in
interessante Nischenmärkte, z.b. Stadtverkehr.

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