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17.10.2012

19:46 Uhr

US-Pharmakonzern

Starker Dollar macht Abbott zu schaffen

Der starke Dollar hat den Pharmakonzern Abbott in den vergangenen Monaten ausgebremst. Im dritten Quartal gab es einen unerwartet hohen Gewinn, aber gleichzeitig sorgte ein Umsatzrückgang für Enttäuschung bei Anlegern.

Mit einem Umsatzrückgang enttäuschte Abbott am Mittwoch die Anleger. Die Aktie büßte vier Prozent ein. ap

Mit einem Umsatzrückgang enttäuschte Abbott am Mittwoch die Anleger. Die Aktie büßte vier Prozent ein.

New YorkDie Dollar-Stärke und nachlassender Schwung im Geschäft mit seinem Top-Medikament gegen Arthritis haben den US-Pharmakonzern Abbott Laboratories in den Sommermonaten gebremst. Das Unternehmen aus Chicago übertraf im dritten Quartal zwar mit seinem Gewinn die Markterwartungen. Mit einem Umsatzrückgang enttäuschte Abbott am Mittwoch jedoch die Anleger. Die Aktie büßte vier Prozent ein.

Abbott konnte seinen Gewinn binnen Jahresfrist auf 1,94 Milliarden Dollar mehr als versechsfachen. Der Sprung rührt zum Teil aber daher, dass noch vor einem Jahr hohe Sonderkosten von 1,4 Milliarden Dollar die Zwischenbilanz geschmälert hatten. Vor Sonderposten verdiente Abbott pro Aktie 1,30 Dollar, zwei Cent mehr als von Analysten erwartet.

Der Umsatz ging dagegen leicht um 0,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar zurück und verfehlte knapp die Expertenprognose von 9,9 Milliarden Dollar. Ohne den negativen Einfluss der starken US-Währung wäre der Umsatz um 4,1 Prozent gestiegen. Zudem schwächte sich das Umsatzwachstum beim Arthritis-Mittel Humira ab.

Zwar steigerte Abbott mit seinem Top-Medikament die Erlöse um mehr als zehn Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal war das Plus mit 17 Prozent jedoch noch deutlich höher ausgefallen. Im gesamten Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneien setzte Abbott mit 4,4 Milliarden Dollar 2,4 Prozent mehr um. In der Ernährungssparte nahmen die Erlöse um 4,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu.

Abbott steht kurz davor, sich in zwei Unternehmen aufzuspalten. Konzernchef Miles White will das Arzneimittelgeschäft abtrennen und unter dem Namen „AbbVie“ als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Den Namen „Abbott“ soll dann das verbleibende, aus der Ernährungssparte und dem Diagnostika-Bereich bestehende Unternehmen tragen.

Die Abspaltung werde wie geplant bis zum 1. Januar 2013 unter Dach und Fach sein, erklärte White. Er stellte für den Gesamtkonzern in diesem Jahr nun einen Gewinn je Aktie von 5,06 bis 5,08 Dollar in Aussicht. Bislang hatte das Management die erwartete Spanne mit 5,0 bis 5,10 Dollar weiter gefasst.

Von

rtr

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