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02.10.2012

13:58 Uhr

US-Pharmariese

Merck sichert sich neue Wirkstoffe

Der US-amerikanische Pharmakonzern kooperiert in Zukunft mit der Biotechfirma Ablynx. Merck sichert sich damit Exklusivrechte an neuen Wirkstoffen – und den Belgier winken Finanzierungsgelder in Millionenhöhe.

Der Sitz von Merck in Kalifornien. dapd

Der Sitz von Merck in Kalifornien.

FrankfurtDer US-Pharmakonzern Merck & Co hat sich mit einer Kooperation in Belgien Zugriff auf neue Wirkstoffe verschafft. Die Allianz mit der in Gent ansässigen Biotechfirma Ablynx kann ein Volumen von bis zu 448 Millionen Euro erreichen, wie das belgische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Merck erhält im Zuge der Kooperation exklusive Rechte an therapeutischen Nanokörpern der Biotechfirma, die in den Ionenfluss in der Zelle eingreifen.

Nanokörper sind eine neue Klasse von therapeutischen Proteinen auf Basis von Antikörperfragmenten. Die Substanzen sind lediglich ein Zehntel so groß wie normale Antikörper. Sie sollen zur Bekämpfung von neurologischen Krankheiten, Bluthochruck, Diabetes und Krebs eingesetzt werden.

Ablynx erhält von Merck zunächst eine Vorabzahlung von 6,5 Millionen Euro sowie weitere zwei Millionen Euro zur Forschungsfinanzierung. Dazu kommen Meilensteinzahlungen, wenn die Substanzen bestimmte Forschungs-, Zulassungs- und Umsatzziele erreichen. Zudem soll Ablynx an künftigen Umsätzen beteiligt werden.

Auch für deutsche Pharmakonzerne ist Ablynx kein unbeschriebenes Blatt. So hatte Boehringer Ingelheim 2007 mit der belgischen Firma eine umfangreiche Forschungskooperation auf dem Feld der Nanokörper vereinbart. Weitere Allianzen bestehen mit der Pharmasparte der Darmstädter Merck KgaA sowie mit der schweizerischen Novartis.

Von

rtr

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