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12.02.2013

15:41 Uhr

US-Reifenhersteller

Gewinnwarnung bei Goodyear wegen Auto-Krise in Europa

Die Wirtschaftsflaute in Europa belastet den US-Reifenhersteller. Goodyear kappt deswegen seine Gewinnprognose. Das Unternehmen will sich sogar aus einzelnen Märkten verabschieden. Die Aktie verliert.

Der US-Reifenhersteller gibt eine Gewinnwarnung heraus. dapd

Der US-Reifenhersteller gibt eine Gewinnwarnung heraus.

New YorkDer größte US-Reifenhersteller Goodyear hat wegen der Wirtschaftsflaute in Europa seine Geschäftsziele zurückgenommen. Seine Gewinnprognose für dieses Jahr kappte der Konzern am Dienstag auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Dollar, nach bislang 1,6 Milliarden. Vorbörslich verlor die Aktie drei Prozent an Wert.

Im vergangenen Vierteljahr sprang bei Goodyear kein für Ausschüttungen an die Aktionäre verfügbarer Gewinn heraus, während der Umsatz um elf Prozent auf 5,05 Milliarden Dollar schrumpfte. Ein Jahr zuvor hatte Goodyear noch 18 Millionen Dollar verdient. Abgesehen von Sonderposten verdiente Goodyear jedoch mit 39 Cent je Aktie fast doppelt so viel wie von Branchenexperten erwartet.

Die größten Reifenhersteller der Welt

Platz 12

Toyo Tire & Rubber (Japan) - 3 Milliarden Dollar

Rangliste nach Umsatz im Finanzjahr 2014, Quelle: Statista/Modern Tire Dealer

Platz 11

Kumho Tire (Südkorea) - 3,3 Milliarden Dollar

Platz 10

Cooper Tire & Rubber (USA) - 3,5 Milliarden Dollar

Platz 9

Cheng Shin Rubber (Taiwan) - 4,3 Milliarden Dollar

Platz 8

Yokohama Rubber (Japan) - 4,8 Milliarden Dollar

Platz 7

Hankook Tire (Südkorea) - 6,4 Milliarden Dollar

Platz 6

Sumutimo Rubber (Japan) - 6,9 Milliarden Dollar

Platz 5

Pirelli (Italien) - 8 Milliarden Dollar

Platz 4

Continental (Deutschland) - 12,9 Milliarden Dollar

Platz 3

Goodyear Tire (USA) - 17,8 Milliarden Dollar

Platz 2

Michelin (Frankreich) - 24,4 Milliarden Dollar

Platz 1

Bridgestone (Japan) - 29,3 Milliarden Dollar

Goodyear will sich zum Selbstschutz teilweise von dem kriselnden Markt in Europa verabschieden. Hierzu gab das Unternehmen bereits im vergangenen Monat bekannt, sein Werk im französischen Amiens zu schließen und zudem in Europa keine Reifen für die Landwirtschaft mehr zu verkaufen. Goodyear erwarte in Europa eine anhaltende wirtschaftliche Schwäche und ziehe deshalb die Konsequenzen, um dort langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärte Konzernchef Richard Kramer.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

13.02.2013, 08:35 Uhr

Die Autokrise in Europa macht vielen in der Branche zu schaffen, aber es gibt viele die die Krise gut überstanden haben wie zum Beispiel die Schaeffler Gruppe, Hauptaktionär von Conti. Conti war auch in der Krise vor einigen Jahren aber die Schaeffler Gruppe hat das Unternehmen erfolgreich saniert.

Wencke74

19.02.2013, 13:43 Uhr

Die Frage ist doch, ob das nicht ein guter Ansatzpunkt für Continental ist, der ja auf dem europäischen Markt am Stärksten vertreten ist. Wenn sich die US-amerikanischen Konzerne zurückziehen, kann Conti durchstarten sobald die Krise überwunden ist. Und wo es runter geht, muss es doch auf wieder hochgehen, oder?

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