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14.04.2011

17:36 Uhr

US-Spielezeughersteller

Transformers sollen Hasbro neue Kräfte verleihen

VonBernd Kupilas

Der amerikanische Spielzeughersteller Hasbro kann auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück blicken. Doch zuletzt stagnierten die Umsätze. Nun soll ein neuer „Transformers“-Kinofilm die Verkäufe ankurbeln.

Die Transformers-Filme kurbeln den Verkauf der Plastikfiguren an.

Die Transformers-Filme kurbeln den Verkauf der Plastikfiguren an.

New YorkDas amerikanische Traditionsunternehmen Hasbro will mit einer weiteren Verfilmung seines Verkaufsschlagers „Transformers“ zurück zu alter Stärke finden. Der Spielzeughersteller („Monopoly“), der auch die „Star Wars“-Figuren herstellt, kann einen neuen Umsatzknüller dringend gebrauchten. Für das erste Quartal legte Hasbro enttäuschende Zahlen vor.

So sank der Umsatz leicht um eine knappe halbe Million auf 672 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Nettogewinn schrumpfte auf gut 17 Millionen Dollar von zuvor fast 59 Millionen. Hasbro hatte bereits 2010 eine hartes Jahr. Der Spielzeugmacher setzte ausgerechnet das wichtige Weihnachtsquartal in den Sand. In Deutschland konnte Hasbro seinen Marktanteil allerdings zuletzt steigern, von 5,1 auf 5,6 Prozent.

Hoffnung gibt dem Unternehmen der Kinostart von „Transformers: Dark of The Moon“, der für den 1. Juli geplant ist. Es ist die dritte Verfilmung. „Wir nehmen Schwung auf“, sagte Hasbro-Chef Brian Goldner am Donnerstag mit Blick auf die Filmpremiere im Sommer. Mit Transformers Teil Drei stehe Hasbro jetzt „an einem Wendepunkt“, was Umsatz und Gewinn angehe, heißt es in einer Studie von Goldman Sachs.

Mit dem Streifen setzt Hasbro erneut einen wichtigen Umsatzbringer in Szene: Die vor allem bei Jungs beliebten Plastikfiguren namens „Transformers“ sind handgroße Action-Roboter mit drehbaren Armen und Beinen, die sich in Kampfmaschinen verwandeln können. Insbesondere die Verfilmungen waren sehr erfolgreich. Der jüngste Film, Teil zwei aus dem Jahr 2009, spielte weltweit 800 Millionen Dollar ein.

Zugleich kurbelte der Streifen den Verkauf der Plastikfiguren an: Allein im Jahr des Filmstarts machte Hasbro fast 600 Millionen Umsatz mit Transformers-Figuren. Bevor es noch keine Transformers-Filme gab – der erste kam 2007 in die Kinos – setzte Hasbro gerade mal 100 Millionen mit den Figuren um.

Hasbro ist auch deshalb auf den Erfolg mit den Transformers-Kämpfer angewiesen, weil das Unternehmen doppelt verdient – am Film und an den Figuren. Hinzu kommt: Lizenzgebühren werden nicht fällig, Transformers ist eine Eigenkreation, Hasbro ist im Besitz der Rechte. Das sieht bei „Star Wars“-Figuren anders aus: An jeder verkauften „Star Wars“-Figuren verdient George Lucas, der Schöpfer von C-3PO und R2D2 und den anderen Weltallfahrern, kräftig mit.

Das Geschäft mit den Filmerfolgen aus dem eigenen Figuren-Fundus will Hasbro weiter ausbauen: Neben „Transformers“ sind bis zu 15 weitere Filmprojekte in der Pipeline. Das Unternehmen ist eigens eine strategische Allianz mit dem Fernsehsendern und Filmstudios eingegangen.

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