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13.02.2013

20:00 Uhr

US-Studie

Deutsche Autos schneiden durchwachsen ab

In der Zuverlässigkeitsstudie des Marktforschers J.D. Power haben deutsche Autobauer nicht allzu gut abgeschnitten. Allerdings sind die Ergebnisse der Studie mit Vorsicht zu genießen.

In der US-Zuverlässigkeitsstudie für dreijährige Wagen schneiden nur Porsche und Mercedes-Benz besser ab als der Branchendurchschnitt. AFP

In der US-Zuverlässigkeitsstudie für dreijährige Wagen schneiden nur Porsche und Mercedes-Benz besser ab als der Branchendurchschnitt.

Westlake VillageSind deutsche Autos weniger zuverlässig als amerikanische oder japanische? Die Marktforscher von J.D. Power jedenfalls stellen den hiesigen Autobauern nicht das allerbeste Zeugnis aus. In der US-Zuverlässigkeitsstudie für dreijährige Wagen schneiden nur Porsche und Mercedes-Benz besser ab als der Branchendurchschnitt. Dagegen treten bei BMW, Audi, Mini und vor allem VW mehr Fehler auf als im Schnitt.

Autos würden grundsätzlich immer zuverlässiger, erklärte J.D.-Power-Experte David Sargent am Mittwoch. Bei 100 Wagen gab es binnen zwölf Monaten im Schnitt 126 Probleme. Oder anders ausgedrückt: Jeder Wagen musste rein statistisch gesehen mindestens einmal im Jahr die Werkstatt. Das sei der niedrigste Stand seit Beginn der Studie 1989, hieß es. Befragt wurden mehr als 37.000 Fahrzeug-Erstbesitzer in den Vereinigten Staaten.

Die Ergebnisse der Untersuchung von J.D. Power sollten jedoch mit Vorsicht genossen werden: So haben deutsche Autos bei der letzten ADAC-Pannenstatistik zum ersten Mal überhaupt in allen Fahrzeugklassen gesiegt. Die Modellauswahl auf den Märkten ist allerdings unterschiedlich.

Laut J.D. Power konnten sich die US-Eigentümer von Nobelkarossen der Toyota-Tochter Lexus besonders glücklich schätzen. Hier gab es laut den Marktforschern 71 Probleme pro 100 Wagen. Porsche belegte den zweiten Rang mit 94 Problemen. Mercedes-Benz landete mit 115 Problemen ebenfalls unter den besonders zuverlässigen Marken.

Dagegen fielen die anderen deutschen Hersteller ab: Während BMW mit 133 Fehlern noch nahe am Branchenschnitt lag, belegte Volkswagen mit 174 Problemen den fünftletzten Rang. Am schlechtesten schnitt die britische Geländewagen-Marke Land Rover mit 220 Patzern je 100 Fahrzeugen ab.

„Wir schauen uns die Studie an und werden den Problemen auf den Grund gehen“, sagte ein BMW-Sprecher. Die Pannen scheinen die amerikanischen Kunden nicht vom Kauf abzuhalten: Die deutschen Hersteller konnten im vergangenen Jahr durch die Bank Rekordzahlen auf dem wichtigen US-Markt einfahren.

Von

dpa

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