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21.12.2011

09:22 Uhr

US-Übernahmekampf

HeidelbergCement bietet nicht mit

Der Baustoffhersteller HeidelbergCement will sich aus dem Übernahmekampf um den US-Baustoffkonzern Vulcan heraushalten. Konkurrent Martin Marietta hat 4,8 Milliarden Dollar für den Rivalen geboten.

HeidelbergCement will im US-Übernahmekampf nicht mitmischen. ap

HeidelbergCement will im US-Übernahmekampf nicht mitmischen.

FrankfurtDer Baustoffhersteller HeidelbergCement will nicht in den milliardenschweren Übernahmekampf des US-Konkurrenten Martin Marietta um den Rivalen Vulcan eingreifen. „Nein, wir werden kein Gegenangebot abgeben“, sagte HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Aber wenn die Übernahme erfolgreich ist und dann Vermögenswerte zum Verkauf gestellt werden, sehen wir uns das natürlich an“, ergänzte er. Martin Marietta bietet 4,8 Milliarden Dollar für den US-Baustoffkonzern Vulcan. Dieser hatte die Offerte jüngst als „schlechten Deal“ bezeichnet.

Große Konsolidierungsschritte erwartet Scheifele trotz des jüngsten Übernahmekampfes nicht in der Branche. „Allen führenden Anbietern fehlt es an der nötigen finanziellen Feuerkraft, alle sind mit Schuldenabbau beschäftigt. Wir werden auf absehbare Zeit keine großen fremdfinanzierten Unternehmenskäufe mehr sehen“, sagte der Manager.

Trotz der Schuldenkrisen vieler Staaten rechnet Scheifele nicht mit einer globalen Rezession, „weder in Nordamerika noch in Gesamteuropa“. Er gehe vielmehr davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung langsam fortsetzt. Dabei sollten die Schwellenländer weiter stabil wachsen. „Das alles steht unter dem Vorbehalt, dass die Schuldenkrise nicht weiter eskaliert“, schränkte er ein.

Für das laufende Geschäftsjahr hält Scheifele an der Prognose fest, den Vorjahresumsatz von 11,76 Milliarden Euro sowie das operative Vorjahresergebnis von 1,4 Milliarden Euro zu steigern. „Dabei bleiben wir“, sagte er. 

Von

rtr

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