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02.04.2013

21:57 Uhr

US-Verkäufe

Amerikaner machen Autobauer glücklich

Die Kauflaune der Amerikaner ist weiterhin blendend – jedenfalls was den Automarkt angeht. Während in Europa weiterhin Flaute angesagt ist, haben Hersteller in den USA ihren besten Monat seit Jahren erlebt.

Autohändler in den USA: Für US-Hersteller wie Ford oder General Motors lief der Mai blendend. ap

Autohändler in den USA: Für US-Hersteller wie Ford oder General Motors lief der Mai blendend.

Detroit/New YorkDer wichtige US-Automarkt hat im März sein hohes Tempo gehalten. Für die amerikanischen „Big Three“ General Motors, Ford und Chrysler war es der beste Monat seit fünf oder sechs Jahren. GM-Verkaufschef Kurt McNeil führte den Verkaufszuwachs am Dienstag auf eine allgemein bessere Wirtschaftslage sowie neue Modelle zurück.

Die Opel-Mutter sowie der Erzrivale Ford wurden jeweils 6 Prozent mehr Wagen los als im Vorjahresmonat, Chrysler 5 Prozent. Auch VW profitierte von der Kauflaune der Amerikaner, wobei der Zuwachs mit 3 Prozent vergleichsweise bescheiden ausfiel. Volkswagen hatte seine Verkäufe im Land im vergangenen Jahr um 35 Prozent gesteigert, besonders dank seines neuen US-Passat. Der bekam nun die stärkere Konkurrenz etwa durch den Ford Fusion zu spüren, dem Schwestermodell des kommenden Mondeo in Europa.

Größte Autohersteller in den USA

Platz 10

BMW - 348.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um 14 Prozent zulegen.

Platz 9

Kia - 558.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner sind auf Rang neun abgerutscht. Und das trotz eines Absatzzuwachs von 15 Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 596.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin legte der Absatz im Jahresvergleich um 34 Prozent zu.

Platz 7

Hyundai - 703.000 verkaufte Fahrzeuge

Neun Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im Jahr 2021. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von zehn Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Ford - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt verkaufen die US-Amerikaner 25 Prozent ihrer Fahrzeuge. Die Verkäufe ziehen leicht an: Ford kommt auf ein Wachstum von sechs Prozent.

Platz 4

Honda - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner erobern hauchdünn den vierten Platz in den USA. Der Absatz wurde um 24 Prozent gesteigert.

Platz 3

Chrysler - 1,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Chrysler gehörte zu den totgesagten Markten in den USA in Folge des Konjunktureinbruchs 2009. Doch mittlerweile ist der US-Konzern zum Retter geworden – und zwar für die Mutter Fiat. In 2012 gab es ein Plus von 21 Prozent bei den Absatzzahlen.

Platz 2

Toyota - 2,08 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Absatzzahlen der Japaner sind 2012 in den USA regelrecht explodiert. Im Vorjahrsvergleich verkaufte Toyota 27 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 1

General Motors - 2,60 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein leichtes Wachstum von vier Prozent.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Auch Audi konnte seinen Absatz mit einem Zuwachs um 14,4 Prozent auf 13.300 deutlich steigern. Bei Mercedes und Smart betrug das Plus 6,3 Prozent auf 27.100 Wagen. Porsche verkaufte 41,7 Prozent mehr. Der Sportwagenbauer wurde 3500 Autos los.

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Die allmähliche Erholung des US-Immobilienmarktes lässt viele Amerikaner zuversichtlicher in die Zukunft schauen. Anders als in Europa sind die Autobauer in den USA in Feierlaune. „Das wird bei weitem das beste Jahr, das wir nach der Rezession gesehen haben“, sagte Toyota-Manager Bob Carter der Nachrichtenagentur dpa auf der gerade laufenden Auto Show in New York. Die Kunden ließen sich nicht einmal von den Budget-Streitereien in Washington beirren. „Das Verbrauchervertrauen ist gestiegen.“

Als weiteren Grund für das gute Klima auf dem US-Automarkt nannte Carter den leichtere Zugang zu Krediten. „Die Banken haben Geld.“ Überdies seien viele Autos schlicht veraltet und müssten ersetzt werden. „Das Durchschnittsalter der Autos auf amerikanischen Straßen ist elf Jahre.“ Das habe es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Toyota selbst musste sich im März allerdings mit einem Verkaufsplus von 1 Prozent begnügen.

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Toyota ändert seine Strategie und will ab 2015 Autos nach dem Baukastenprinzip verkaufen.

Toyota hatte erst jüngst seine Marktprognose angehoben. Der japanische Autobauer geht nun davon aus, dass in diesem Jahr in den USA 15,3 Millionen Wagen verkauft werden. Sogar 16 Millionen hält Carter in absehbarer Zukunft für erreichbar. „Nicht 2013, aber es ist kurz danach durchaus möglich.“ Im vergangenen Jahr hatten die Hersteller 14,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

Damit erwies sich der US-Markt einmal mehr als Stütze für die Autobauer. In Europa setzte sich die Talfahrt fort: In Frankreich fielen die Neuzulassungen im März um 16,4 Prozent, in Spanien wurden 13,9 Prozent weniger Autos verkauft. Im Vergleich dazu fiel das Minus in Italien, dem viertgrößten Automarkt in Europa, mit 4,9 Prozent fast moderat aus.

Welche Autostandorte die beste Qualität produzieren

Quelle

In der Studie „European Automotive Survey 2013“ haben die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young 300 europäische Unternehmen der Automotive-Branche befragt, wie sie die Produktqualität der Automobilstandorte bewerten.

Platz 18

Türkei
Nirgendwo wird die Produktqualität schlechter bewertet als in der Türkei. Nur zwei Prozent der befragten Unternehmen halten die Türken für sehr wettbewerbsfähig, 17 Prozent eher wettbewerbsfähig.

Platz 17

Ungarn
Mit Daimler und Audi haben zwei deutsche Hersteller große Werke in Ungarn. In punkto Produktqualität hat das osteuropäische Land enormen Nachholbedarf. Ein Prozent halten die Ungarn in diesem Feld für sehr wettbewerbsfähig, 20 Prozent für eher wettbewerbsfähig.

Platz 16

Indien
Auf Indiens Automarkt regieren die Billigmodelle. Darunter leidet auch die Bewertung der Produktqualität. Vier Prozent bewerten den Standort als sehr wettbewerbsfähig, 22 als eher wettbewerbsfähig.

Platz 15

Polen
Der Nachbar ist ein wichtiger Produktionsstandort für deutsche Autokonzerne, doch die Produktqualität wird nicht sonderlich hoch bewertet. Drei Prozent halten die Polen für sehr wettbewerbsfähig, 23 Prozent für wettbewerbsfähig.

Platz 14

Russland
Die große Wachstumshoffnung in Europa, doch in punkto Produktqualität besteht Nachholbedarf. Drei Prozent halten das Land für sehr wettbewerbsfähig, 23 für eher wettbewerbsfähig.

Platz 13

Slowakei
Die Heimat von VW-Tochter Skoda schneidet in der Bewertung der Produktqualität ebenfalls eher schlecht ab. Drei Prozent halten das Land für sehr wettbewerbsfähig, 24 Prozent für eher wettbewerbsfähig.

Platz 12

China
Als Absatzmarkt ist China für die Hersteller immens wichtig, in der Produktion gibt es offensichtlich noch Probleme. Nur fünf Prozent halten China in punkto Produktqualität für sehr wettbewerbsfähig, 27 für eher wettbewerbsfähig.

Platz 11

Spanien
Auch in Spanien werden derzeit die Autoproduktionen wieder hochgefahren. Sechs Prozent halten das Land in punkto Produktqualität für sehr wettbewerbsfähig, 28 Prozent für eher wettbewerbsfähig.

Platz 10

Brasilien
Einen großen Sprung im Ranking macht das südamerikanische Land (+13 Prozentpunkte). Zuletzt haben mehrere Autokonzerne in Brasilien investiert. Die Produktqualität bewerten sieben Prozent als sehr wettbewerbsfähig, 29 als eher wettbewerbsfähig.

Platz 9

Tschechien
Unter Osteuropas Ländern belegen die Tschechen in punkto Produktqualität einen Spitzenplatz, insgesamt reicht das aber nur fürs Mittelfeld. Vier Prozent halten Tschechien für sehr wettbewerbsfähig, 31 Prozent für eher wettbewerbsfähig.

Platz 8

Italien
Auch wenn die Autoindustrie des Landes leidet, an der Produktqualität in der Heimat von Fiat und Ferrari kommen nur wenige Zweifel aus. Sechs Prozent aller befragten Unternehmen halten das Land in diesem Punkt für sehr wettbewerbsfähig, 34 halten Italien für eher wettbewerbsfähig.

Platz 7

Frankreich
Auch wenn der Mittelfeldplatz anderes vermuten lässt: Auch in punkto Produktqualität sind die Franzosen der große Verlierer des Rankings. Satte 15 Prozentpunkte hat der Standort seit 2011 eingebüßt. Mittlerweile halten nur noch zehn Prozent aller befragten Unternehmen halten das Land für sehr wettbewerbsfähig, 34 für eher wettbewerbsfähig.

Platz 6

England
Das Vereinigte Königreich war einst eine stolze Autonation. In punkto Produktqualität halten die Briten immerhin den Anschluss an die Spitzengruppe. 13 Prozent bewerten die Heimat von Mini und Rolls Royce als sehr wettbewerbsfähig, 35 Prozent als eher wettbewerbsfähig.

Platz 5

USA
Volkswagen feiert in Amerika immer neue Wachstumsrekorde, auch in punkto Produktqualität hat das Land zugelegt. 13 Prozent halten den Standort USA für sehr wettbewerbsfähig, 47 für eher wettbewerbsfähig.

Platz 4

Südkorea
Hyundai und Kia sorgen auf dem europäischen Automarkt für Wirbel. Das liegt auch an der Produktionsqualität der südkoreanischen Konzerne. Der Standort gewinnt im Qualitätsranking satte 22 Prozentpunkte – mehr als jedes andere Land. Für 19 Prozent aller befragten Unternehmen ist das Land sehr wettbewerbsfähig, für 42 Prozent eher wettbewerbsfähig.

Platz 3

Schweden
Auch in der Produktqualität belegt die Heimat von Volvo einen Spitzenplatz. 14 Prozentpunkte haben die Skandinavier im vergangenen Jahr hinzugewonnen. 19 Prozent aller befragten Unternehmen halten Schweden für sehr wettbewerbsfähig, 43 Prozent für eher wettbewerbsfähig.

Platz 2

Japan
Die japanische Autoindustrie hat sich erholt und greift nun wieder nach der Weltspitze – auch in punkto Produktqualität. 28 Prozent bewerten Japan als sehr wettbewerbsfähig, 44 als eher wettbewerbsfähig. Das sind satte 18 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Platz 1

Deutschland
Geht es nach der Einschätzung der europäischen Automotive-Unternehmen ist kein Land in Europa qualitativ hochwertiger als Deutschland. Satte 51 Prozent halten den Standort für sehr wettbewerbsfähig in punkto Produktqualität, 37 bewerten die Deutschen als eher wettbewerbsfähig

Auch Deutschland dürfte sich dem Absatztrend nicht entziehen können. "Die Neuzulassungen werden mindestens zweistellig fallen, vielleicht sind es im März 15 bis 16 Prozent weniger", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die deutschen Absatzzahlen werden am Mittwoch veröffentlicht.

Kommentare (3)

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esboern

02.04.2013, 22:57 Uhr

Gekauft wird wieder alles, bezahlt wird nichts, dafür kann man ja Schulden machen bis alles zusammen bricht.

KaLeu

03.04.2013, 09:54 Uhr

Kein Wunder, wenn man die Preise in den USA ansieht. Wenn man einen BMW X3 für umgerechnet 27.000 Euro bekommt(in Deutschland kostet ein vergleichbares Modell rund 20.000 Flocken mehr), würde ich mir das auch mal überlegen... Und so ist es bei allem. Wir Deutsche sind die Dummen und zahlen für alles mehr, damit die Amis sich auf Pump alles leisten können.

Account gelöscht!

03.04.2013, 13:12 Uhr

Ich gönn den Amerikanern ihr neues Auto. Auf Pump oder nicht ist mir auch egal. Nur kann ich das Gejammer in Deutschland nicht mehr hören. Uns wird das Autofahren doch absichtlich vermiest, weil die Autos so teuer sind, der Sprit so teuer ist, die Steuern so teuer sind, die Versicherungen so teuer sind. Also werte Wirtschaftsbosse und Politiker: Wundert euch nicht, sondern nehmt zur Kenntnis, dass die Kuh genug gemolken wurde und künftig immer weniger Milch gibt.

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