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21.03.2012

18:20 Uhr

USA

Rechtsstreit vermasselt Krones die Bilanz

Bereits seit 2008 läuft in den USA ein Rechtsstreit gegen den Abfüllanlagenbauer, der hohe Rückstellungen erfordert. Das schlägt sich auch auf die Bilanzen des Unternehmens nieder. Der Überschuss fiel deutlich.

Eine Getränke-Abfüllanlage von Krones. dpa

Eine Getränke-Abfüllanlage von Krones.

MünchenHohe Belastungen durch einen Rechtsstreit in den USA haben dem weltgrößten Abfüllanlagenbauer Krones 2011 die Bilanz verhagelt. Der Überschuss fiel auf 43,7 (Vorjahr: 50,9) Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch im bayerischen Neutraubling mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 83,8 Millionen Euro gerechnet. In diesen Schätzungen waren die Rückstellungen für den juristischen Zwist allerdings nicht enthalten. Diese dürften sich früheren Angaben zufolge auf einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag belaufen. Konkreter wollte Krones nicht werden. Auch eine höhere Steuerquote habe auf das Ergebnis gedrückt.

Der Rechtsstreit in den USA schwelt seit Herbst 2008. Krones sieht sich im Recht, will ihn aber beilegen und nimmt dabei, wenn nötig, auch einen hohen Preis in Kauf. Derzeit ist der Fall, in dem Schadenersatzansprüche gegen Krones geltend gemacht werden, in der Mediation.

Krones teilte zudem mit, den Aktionären für 2011 eine Dividende von 60 (Vorjahr 40) Cent je Aktie zahlen zu wollen. Hier wurden an der Börse aber im Schnitt 69 Cent erwartet. Der Umsatz stieg 2011 um gut 14 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro. Damit wurde der alte Rekordwert aus dem Jahr 2008 übertroffen.

Für das laufende Jahr erwartet Krones eine „deutliche Stärkung der Ertragskraft“. Eine konkrete Prognose soll aber erst Ende April abgegeben werden.

Von

rtr

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