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17.01.2008

21:45 Uhr

Verbesserte Offerte an S&N

Carlsberg und Heineken legen nach

Die Bierbrauer Carlsberg und Heineken haben ihr Angebot für den Rivalen Scottish and Newcastle(S&N) auf 800 Pence pro Aktie verbessert - den Wert, den S&N gefordert hatte. Mit dieser 10,5 Mrd. Euro Offerte haben beide nun realistische Chancen auf den zuschlag.

HB LONDON. Die Bierbrauer Carlsberg und Heineken heben ihr Angebot für den Rivalen Scottish and Newcastle(S&N) auf 10,5 Mrd. Euro an und haben damit nun ernsthafte Chancen auf den Zuschlag. Alle drei Firmen erklärten am Donnerstag, über einen Kaufpreis von 800 Pence je S&N-Aktie zu verhandeln. Heineken und Carlsberg - weltweit die Nummer vier und fünf der Branche - hatten bislang 780 Pence für den größten britischen Bierbrauer mit Marken wie Foster's und Kronenbourg geboten. S&N wollte aber erst ab 800 Pence verhandeln.

Analysten hatten zuletzt eher wenig Chancen gesehen, dass es doch noch zu einer Einigung kommt. Carlsberg und Heineken hatten ursprünglich 720 Pence geboten, diese dann aber auf 750 und später auf 780 Pence angehoben. Selbst diese Offerte hatte S&N aber zurückgewiesen und erklärt, das Angebot werde nicht den Stärken und der Marktposition von S&N gerecht. Bei dem Gebot sei die 50-prozentige S&N-Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen Baltic Beverages Holding (BBH) unterbewertet. BBH mit Hauptsitz in Russland ist ein Joint Venture von S&N und Carlsberg. Die jetzt angedachte Anhebung der Offerte um 20 Pence je Aktie auf 7,8 Mrd. Pfund stemmt Carlsberg allein.

Sollte das Geschäft gelingen, will die dänische Carlsberg die S&N-Geschäfte in Frankreich und Dänemark übernehmen. Sie hat aber vor allem die BBH im Blick, die die größte russische Brauerei Baltika kontrolliert. Russland ist der drittgrößte Biermarkt der Welt. Die niederländische Heineken könnte im S&N-Heimatmarkt und anderen Ländern Europas zum Zuge kommen. Im Zuge der Übernahme-Pläne war unklar geblieben, ob sich auch der weltweit zweitgrößte Brauer SABMiller einschaltet, um seine schwache Position in Russland zu stärken. Gemessen am Absatz war zum Jahresende 2007 die belgische InBev Weltmarktführer. Auf Platz zwei lag SABMiller vor dem US-Konzern Anheuser -Busch. Dahinter rangierten Heineken, Carlsberg und S&N.

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