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12.05.2011

10:16 Uhr

Vereinbarung aufgehoben

Saab bekommt doch keine Hilfe aus China

Die zwei Wochen alte Vereinbarung zwischen Saab und dem Autokonzern Hawtai ist wieder aufgehoben worden. Die Chinesen wollten den Schweden als strategische Partner mittelfristig 150 Millionen Euro bereitstellen.

Die Kooperation zwischen Hawtai und Saab findet doch nicht statt. Quelle: dapd

Die Kooperation zwischen Hawtai und Saab findet doch nicht statt.

Stockholm/ZeewoldeDer akut angeschlagene Autohersteller Saab bekommt nun doch keine Kapitalhilfe aus China. Wie Saabs niederländische Muttergesellschaft Spyker Cars in Zeewolde am Donnerstag mitteilte, ist eine zwei Wochen alte Vereinbarung mit dem chinesischen Autokonzern Hawtai wieder aufgehoben worden. Das Unternehmen wollte dem schwedischen Unternehmen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mittelfristig 150 Millionen Euro bereitstellen.

Die Produktion bei Saab liegt seit über vier Wochen wegen fehlender Mittel zur Begleichung von Lieferantenrechnungen still. Nach Angaben von Spyker Cars laufen Verhandlungen mit anderen chinesischen Unternehmen über „die kurz- und mittelfristige Sicherung von Finanzmitteln“. Zur Wiederankurbelung der Produktion verhandele man außerdem mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) über die Freigabe eines Kredits über 29 Millionen Euro.

Dennoch hat Saab die Hoffnung auf eine Rettung aus China noch nicht aufgegeben. Der niederländische Saab-Eigentümer Spyker führe Gespräche mit dem aufstrebenden chinesischen Autohersteller Great Wall Motor über eine mögliche Fusion, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Auch während der Verhandlungen mit Hawtai hätten Spyker und Great Wall Motors in ständigem Kontakt gestanden.

Sollten die beiden Unternehmen übereinkommen, muss Great Wall aber zudem die Unterstützung der chinesischen Regierung gewinnen, die Zusammenschlüssen mit ausländischen Unternehmen zustimmen muss. Daran sind in der Vergangenheit schon einige Vorstöße gescheitert. Die Vereinbarung mit Hawtai über eine Finanzspritze von 150 Millionen Euro sei gescheitert, weil der Konzern nicht die notwendigen Genehmigungen erhalten habe, teilte Spyker am Donnerstag mit. Spyker verhandelt nach eigenen Angaben aber noch weiter mit Hawtai.

Von

dpa

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