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14.10.2011

11:42 Uhr

Vergleich in Korruptionsaffäre

Ferrostaal-Eigner wollen sich freikaufen

Seit Monaten belasten Korruptionsvorwürfe Ferrostaal. Nun will sich der Industriedienstleister davon freikaufen, wie das Handelsblatt erfahren hat. Billig wird das nicht.

Die Korruptionsaffäre soll für Ferrostaal ein Ende mit Schrecken haben. dpa

Die Korruptionsaffäre soll für Ferrostaal ein Ende mit Schrecken haben.

DüsseldorfDer Industriedienstleister Ferrostaal will sich mit einer Millionenzahlung von den Korruptionsvorwürfen freikaufen. Bei einer Aufsichtsratssitzung haben die Eigentümer den Weg für eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft frei gemacht, wie das Handelsblatt aus dem Konzernumfeld erfahren hat und der Konzern nun auch bestätigte. Ferrostaal wird demnach ein Bußgeld von 149 Millionen Euro zahlen.

Die Staatsanwaltschaft München wirft dem Unternehmen vor, über Jahre hinweg bei U-Bootgeschäften mit Griechenland und Portugal lokale Amtsträger geschmiert zu haben. Im Frühjahr hatten die Ermittler vor dem Landgericht München Anklage gegen zwei Ex-Manager der Firma erhoben und zugleich 277 Millionen Euro von Ferrostaal gefordert. Die Beteiligten lehnten einen Kommentar dazu ab. Der Einigung müssen nun noch das Landgericht und die Staatsanwaltschaft zustimmen.

Für Ferrostaal ist die bevorstehende Einigung der Durchbruch bei der Aufarbeitung der vielfältigen Schmiergeldvorwürfe. Wichtige Partner wie Thyssen-Krupp oder Daimler hatten sich wegen diesen von dem Unternehmen abgewendet.

Die Vergangenheitsbewältigung bedeutet Ferrostaal eine enorme wirtschaftliche Belastung. So muss das Unternehmen das Bußgeld aus eigenen Mittel stemmen, die Eigentümer IPIC und MAN lehnten eine nötige Kapitalerhöhung ab.

Kommentare (1)

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Eva1811

14.10.2011, 16:02 Uhr

Wie sieht es derzeit in der Stahlindustrie aus, kämpft sie auch mit dem Abflauen des Aufschwunges oder des Absatzmarktes wohl auch durch die Billigvarianten aus Fern Ost??

Diese Branche war immer ein Aushängeschild der deutschen Wirschaft, mal von der Autobranche, die ja da Hand in Hand geht, abgesehen und hatte viele Jobs und Innovationen?

Vielleicht hat sich ja auch da was getan in Sachen Modernisierung, Verbesserungen, Entwicklungen und Herstellung samt Arbeitssicherung und -platzbedingungen??

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