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09.12.2016

14:38 Uhr

Verhütungsmittel Essure

Bayer droht Klage in Frankreich

In Frankreich droht Bayer eine Klage wegen des Verhütungsmittels Essure. Frauen beschweren sich über starke Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Herzflattern. Auch in den USA geht eine Anwältin gegen den Konzern vor.

Wegen des Verhütungsmittels droht Bayer nun eine Klage in Frankreich. AP

Essure

Wegen des Verhütungsmittels droht Bayer nun eine Klage in Frankreich.

ParisBayer droht wegen seines Verhütungsmittels Essure eine Klage in Frankreich. Der Anwalt Charles Joseph-Oudin sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP in Paris, er wolle im Namen von zwei Frauen Zivilverfahren gegen den Pharmakonzern in Gang bringen.

Hintergrund sind Beschwerden von Nutzerinnen über starke Nebenwirkungen. Essure ist ein Verhütungsmittel für Frauen, die mit dem Kinderwunsch abgeschlossen haben. Es besteht aus zwei kleineren Spiralen, die in den Eileiter eingesetzt werden und langfristig zur Sterilität führen.

Der Anwalt Oudin vertritt unter anderem die fünffache Mutter Marielle Klein. Sie litt nach Gebrauch des Verhütungsmittels nach eigenen Angaben unter starken Bauchschmerzen und Herzflattern. Eine von ihr angestoßene Internet-Petition gegen Essure wurde von gut 45.000 Frauen unterzeichnet. In den USA geht die bekannte Anwältin Erin Brockovich gegen Bayer vor.

Die Zeitung „Le Parisien“ zitiert aus einer Erklärung des Konzerns, in der es heißt: „Das Verhütungsmittel Essure hat ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für Frauen.“ Es gebe aber bekannte Nebenwirkungen wie Krämpfe, Übelkeit, Schwindelanfälle und Blutungen.

Das französische Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass das Mittel seit dem Sommer 2015 überwacht wird. Vor dem Frühjahr werde dazu ein Bericht der Behörde für Medikamentensicherheit erwartet.

Von

afp

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