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18.11.2011

15:01 Uhr

Verkauf der Metro-Tochter

Die Steuerzahler könnten für Kaufhof haften

VonThorsten Giersch, Carina Kontio

ExklusivWenn Kaufhof an den Investorenkreis um den griechischen Reeder George Economou geht, steigt auch das Risiko für den Steuerzahler. Denn die Landesbanken finanzieren einen erheblichen Teil von Economous Investitionen.

Auch die Angebote für die Warenhaustochter Kaufhof stehen am Freitag-Abend in Düsseldorf zur Diskussion. AFP

Auch die Angebote für die Warenhaustochter Kaufhof stehen am Freitag-Abend in Düsseldorf zur Diskussion.

DüsseldorfHeute ist der Schicksalstag für die zum Verkauf stehende Metro-Tochter Kaufhof, deren Wert Branchenexperten auf mehr als zwei Milliarden Euro schätzen. Im Bieterkampf hat der österreichische Immobilieninvestor René Benko, 34 Jahre alt und milliardenschwer, momentan klar die Nase vorn.

Mehr Klarheit soll die heutige Aufsichtsratssitzung in Düsseldorf bringen, wenn eine Vorentscheidung darüber getroffen wird, mit wem Metro in exklusive Verhandlungen einsteigt. Aber nicht nur für Kaufhof, auch für die deutschen Landesbanken könnte dieser Freitag von ganz großer Bedeutung sein. Der Reihe nach.

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Es gilt als gar nicht so unwahrscheinlich, dass die 134 Warenhäuser schon in wenigen Wochen an Benkos Immobilienfirma Signa weitergereicht werden. Gesprächen seien schon geführt worden, erfolgreiche Gespräche, sagte Benko am Mittwochabend dem Handelsblatt. Ein Finanzkonzept hat der Immobilien-Tycoon auch schon geliefert. "Wir haben die Bestätigungen mehrerer europäischer Banken vorgelegt und bewiesen, dass wir in der Lage sind, die Investition mit viel Eigenkapital zu stemmen."

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Die heutige Aufsichtsratssitzung der Metro wird spannend. Nicht nur, dass es am Abend einen neuen Chef für den Handelskonzern geben könnte. Auch die Angebote für die Warenhaustochter Kaufhof stehen zur Diskussion.

Auf den ersten Blick, kommen die Milliarden von Griechenlands reichstem Reeder und Milliardär George Economou, der sich als Investor hinter Signa verbirgt. Schaut man allerdings genauer hin, so wie es das Schweizer Wirtschaftsmagazin "Bilanz" in der aktuellen Ausgabe macht, wird das Konto des 58-jährigen Tankerkönigs von deutschen Landesbanken gefüttert.

Kommentare (8)

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Kea

18.11.2011, 16:09 Uhr

Einen Rettungs☂ für die Banken, einen Rettungs☂ für normale Firmen, Rettungs☂☂☂ für alle Reichen dieser Welt, aber den Bürgern, die das alles ermöglichen, denen ✂ wir etwas von der Pension ab, denen Be✄ wir die Arbeitslosenhilfe, die Krankenunterstützung ..., weil wir solch tolle Typen sind. Und wir finden das auch noch ✔ so!

Kea

18.11.2011, 16:19 Uhr

Vielleicht sollten wir einfach Benko trinken und abwarten. Oder wie sagt man so schön:

Benko – und die Milch wird zum Kakao!

Franjo

18.11.2011, 16:52 Uhr

Nun ja, mit der Kaufhof-Kette würde Economou über krisenfestere Assets verfügen als seine Schiffsflotte.

Frage mich nur, wo er das Geld für den Kauf hernehmen will.

Da muss der Kapitän wohl seine Keksdose plündern, um das erforderliche Eigenkapital für die Kredite zu hinterlegen. Seine DryShips Aktien würde ich als Bank jedenfalls nicht unbedingt als Sicherheit akzeptieren, bei dem Kursverlauf. Außerdem ist man in der Schiffahrt nie vor Überraschungen gefeit, s. Sietas Pleite und auch Beluga.

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