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06.01.2012

21:56 Uhr

Verkauf des Ferngas-Netzes

E.ON startet Aufruf an mögliche Kunden

Der Düsseldorfer Energieversorger E.ON geht beim geplanten Verkauf seines Ferngas-Netzes in die Offensive. Mit den erhofften Einnahmen will der Konzern seine Schuldenlast abbauen. Es gibt bereits fünf Interessenten.

Bis zum 20. Januar sollen mögliche Käufer des Ferngas-Netzes ihr Interesse bekunden. dapd

Bis zum 20. Januar sollen mögliche Käufer des Ferngas-Netzes ihr Interesse bekunden.

DüsseldorfDer Energiekonzern E.ON treibt den angestrebten Verkauf seines Ferngas-Netzes voran, der ihm mehrere Milliarden Euro in die Kassen spülen soll. E.ON habe mögliche Käufer aufgefordert, ihr grundsätzliches Interesse bis zum 20. Januar kundzutun, sagte ein hochrangiger Banker am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Mindestens fünf Konsortien hätten Interesse. Darunter sei eines aus dem deutschen Versicherer Allianz und dem kanadischen Investor CPP. Zudem seien unter anderem Macquarie, GS Infrastructure Partners und Borealis interessiert.

E.ON will durch den Verkauf, der ihm drei Milliarden Euro einbringen könnte, seine Schulden verringern. Ein Sprecher des Konzerns wollte den Start des Verkaufsprozesses am Freitagabend nicht bestätigen. „Es ist bekannt, dass E.ON sich von Open Grid Europe trennen will“, sagte er lediglich. „Zu dem Stand des Verfahrens machen wir keine Angaben.“

Das Ferngas-Netz Open Grid Europe gehört zur E.ON-Tochter Ruhrgas und ist das größte Deutschlands. Die Pipelines spielen wegen ihrer Verknüpfungspunkte an den Grenzen auch für den Im- und Export von Gas eine bedeutende Rolle.

Für die Käufer könnte es angesichts der schwierigen Lage im Finanzsektor problematisch werden, einen Kredit zu bekommen.

Von

rtr

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