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12.12.2016

11:16 Uhr

Verkauf von Tochterfirma

Philips erhält für „Lumileds“ 1,5 Milliarden Dollar

Philips hat sein LED-Bauteilegeschäft Lumileds verkauft. Für rund 1,5 Milliarden Dollar gehen 80 Prozent der Anteile an den Finanzinvestor Apollo Global Management. Zuvor war ein anderer Übernahmeversuch gescheitert.

Der Elektronikriese Philips hat 80,1 Prozent seines LED-Bauteilegeschäfts Lumileds an den Finanzinvestor Apollo Global Management verkauft. Im Gegenzug erhält Philips rund 1,5 Milliarden Dollar. Zuvor war ein anderer Versuch, Lumileds zu verkaufen, an Sicherheitsbedenken der US-Behörden gescheitert. dpa

Verkauf

Der Elektronikriese Philips hat 80,1 Prozent seines LED-Bauteilegeschäfts Lumileds an den Finanzinvestor Apollo Global Management verkauft. Im Gegenzug erhält Philips rund 1,5 Milliarden Dollar. Zuvor war ein anderer Versuch, Lumileds zu verkaufen, an Sicherheitsbedenken der US-Behörden gescheitert.

AmsterdamPhilips verkauft einen Teil seiner Lichtsparte für 1,5 Milliarden Dollar in die USA. Wie der niederländische Siemens-Rivale am Montag mitteilte, gehen 80,1 Prozent der Tochter Lumileds an den Finanzinvestor Apollo. Der Kaufpreis werde in bar gezahlt. Lumileds mit Sitz im kalifornischen San Jose konzentriert sich auf LED-Komponenten und Autobeleuchtung.

Mit der Veräußerung schließt Philips die weitgehende Trennung von seinem Lichtgeschäft ab, nachdem der Amsterdamer Konzern bereits im Mai den Leuchtmittel-Weltmarktführer und Osram-Konkurrenten Philips Lighting an die Börse gebracht hatte

Den Lumileds-Verkauf will Philips in der ersten Jahreshälfte 2017 abschließen – vorausgesetzt, die Aufsichtsbehörden stimmen dem Geschäft zu. Ein erster Anlauf, die seit 2015 weitgehend unabhängige Firma an ein von Chinesen dominiertes Konsortium zu veräußern, war Anfang 2016 am Widerstand in den USA gescheitert.

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Philips verzeichnet im dritten Quartal deutliche Gewinnzuwächse. Auch für das folgende Quartal erwartet der Konzern steigende Umsätze, macht sich allerdings auch Sorgen um die schwächelnde Beleuchtungssparte.

Die Regierung hatte nicht näher beschriebene Bedenken angesichts der nationalen Sicherheit ins Feld geführt. In einem ähnlichen Fall hatten die USA unlängst eine Übernahme des deutschen Chipanlagenbauers Aixtron durch einen chinesischen Investor gestoppt, der sein Angebot inzwischen zurückzog.

Auch für Philips bedeutet das Verbot aus den USA Nachteile. Schließlich hätte der Verkauf an die Chinesen den Niederländern mehr Geld eingebracht, weil die Sparte dabei insgesamt mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet worden war. Jetzt sind es nur noch rund zwei Milliarden Dollar. Philips will sich vor allem auf Medizintechnik sowie Elektrogeräte konzentrieren.

Von

rtr

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