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03.04.2012

21:22 Uhr

Verkaufszahlen

Autokonzerne freuen sich über starken Absatz

Die Automobilindustrie darf sich sowohl in Europa als auch in den USA über rekordverdächtige Absatzzahlen freuen. Nach den zögerlichen Frühjahrsmonaten geben vor allem Chrysler und Ford in den Staaten richtig Gas.

Ford-Wagen mussten im ersten Quartal 2012 nicht lange auf einen Käufer warten. Reuters

Ford-Wagen mussten im ersten Quartal 2012 nicht lange auf einen Käufer warten.

Detroit / BerlinDie Quartalszahlen der Autoindustrie aus Amerika fallen durchweg positiv aus. In den USA kletterte die Stimmung der Verbraucher trotz steigender Benzinpreise auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Sowohl Ford als auch die Fiat-Tochter Chrysler durften sich freuen. Ford lieferte als zweitgrößter US-Hersteller auf dem Heimatmarkt im zurückliegenden Monat fünf Prozent mehr Autos aus - der beste März seit fünf Jahren. Beliebt waren bei den amerikanischen Autokäufern sowohl das Kompaktmodell Focus als auch Pickup-Trucks.

Auf ein Jahr hochgerechnet werde die Branche rund 15 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA verkaufen, kalkulierte der Detroiter Konzern. Vor einem Jahr hatte sich die Hochrechnung auf 13,1 Millionen Fahrzeuge belaufen.

In Champagnerlaune waren auch die Händler des kleineren Ford-Rivalen Chrysler. Von deren Höfen rollten im März ein Drittel mehr Neuwagen, der beste Verkaufsmonat seit dem Jahr 2008. Noch einen Tick besser schnitt VW auf dem US-Automarkt ab: Im März setzten die Wolfsburger ihre Aufholjagd auf dem weltweit zweitgrößten Absatzmarkt fort und übergaben knapp 35 Prozent mehr Autos an die Kunden als im Vorjahresmonat. Der größere Wettbewerber Toyota kam in den USA auf 15 Prozent mehr Neuwagen.

Audi konnte den Absatz den fünfzehnten Monat in Folge steigern - im März übergab die VW-Tochter 18 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden und ließ damit die Konkurrenz aus München und Stuttgart hinter sich. BMW schaffte im März ein Absatzplus von 13 Prozent und verbuchte damit das beste erste Quartal seit 2007. „Wir sind für die kommenden Monate sehr zuversichtlich“, sagte BMW-Nordamerikachef Ludwig Willisch und verwies auf die anstehende Einführung neuer Modelle. Mercedes hinkte mit einem Plus von 7,7 Prozent hinterher. Als einziger deutscher Hersteller musste Porsche einen Absatzrückgang hinnehmen. Die Stuttgarter verkauften im März fünf Prozent weniger Sportwagen. Sie machten hierfür den Modellwechsel beim 911er verantwortlich, der erst seit Februar in den USA erhältlich ist.

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Das Frühlingserwachen machte sich auf dem deutschen Automarkt bemerkbar: Im März wurden zwischen Nordsee und Alpen nach Angaben des Flensburger Kraftfahrtbundesamts vom Dienstag rund 339.000 Pkw neu zugelassen, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für die Belebung der bis zuletzt stagnierenden Verkaufszahlen sorgten vor allem Autovermieter und Firmenwagen-Einkäufer, private Autokäufer hielten sich mit der Anschaffung neuer Autos noch zurück.

Kommentare (1)

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Tabu

03.04.2012, 21:57 Uhr

Beschönigungspropaganda denn:

Taktische Zulassungen stark gestiegen

Das lässt sich auch an den sogenannten taktischen Zulassungen ablesen, die stark anstiegen. Im Februar wurden laut CAR mehr als 69.000 Fahrzeuge und damit fast ein Drittel aller Neuwagen von Autoherstellern und Händlern zugelassen (taktische Zulassungen).

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