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14.04.2006

10:14 Uhr

Verkaufszahlen gestiegen

Frühlingsgefühle in Europas Automarkt

Erneute kräftige Zuwächse der Verkaufszahlen von Volkswagen und Fiat und der erstarkten Oberklasse-Marken Mercedes und BMW haben dem europäischen Automarkt ein Frühlingserwachen beschert.

Deutschland schneidet bei den registrierten Neufahrzeugen gut ab. Foto: dpa dpa

Deutschland schneidet bei den registrierten Neufahrzeugen gut ab. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Das Wachstum der Pkw-Neuzulassungen in den 23 größeren EU-Ländern sowie den EFTA-Staaten Norwegen, Island und Schweiz beschleunigte sich nach Angaben des Branchenverbandes ACEA im März auf 4,1 Prozent, im Februar hatten die Zulassungen nur 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Insgesamt wurden in Europa im März 1,79 Millionen neue Autos zugelassen. In den 15 Staaten Westeuropas und der EFTA wuchsen die Neuzulassungen um 4,3 Prozent.

„Dieses positive Ergebnis, das zum Teil auf einen zusätzlichen Verkaufstag in allen Ländern zurückzuführen ist, bestätigt den guten Start des Jahres“, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Freitag in Brüssel mit. In Deutschland, Spanien und Großbritannien konnte im März sogar an zwei Tagen mehr verkauft werden als 2005, weil Ostern in diesem Jahr in den April fällt. In den ersten drei Monaten stieg die Zahl der registrierten Neufahrzeuge in Europa um 3,2 Prozent - in Westeuropa waren es 3,4 Prozent.

Von den fünf wichtigsten Märkten Europas legten Deutschland (plus 6,9 Prozent), Spanien (plus 8,3) und Italien (plus 8,6) im abgelaufenen Monat deutlich zu. In der Dreimonatsstatistik liegt Italien mit einem Plus von neun Prozent deutlich vor Deutschland (plus 5,4), wo von Januar bis März 797.000 neue Autos angemeldet wurden. In Großbritannien (minus 1,6) und Frankreich (minus 2,5) gingen die Anmeldungen im März zurück, Großbritannien hinkt auch auf Dreimonatssicht mit einem Rückgang um 4,6 Prozent weit hinter den anderen großen Märkten her. Mit 20 Prozent mehr neuen Autos liegt Belgien im Jahresverlauf weiter unangefochten an der Spitze aller westlichen EU-Staaten.

Neue Modelle beflügelten auch im März den Absatz der beiden Volumenhersteller Fiat und VW. Volkswagen schraubte mit einem März-Plus von 10,2 Prozent auf 312.000 Fahrzeuge den Marktanteil in Westeuropa im ersten Quartal auf 18,7 Prozent von 17 Prozent im Vorjahr, während die größten Rivalen Peugeot-Citroen, Ford und GM Boden verloren.

Renault büßte als einziger der großen Hersteller im März auch in absoluten Zahlen ein. Der Fiat-Absatz nahm um mehr als 20 Prozent zu.

Die Zulassungszahlen von Daimler-Chrysler (plus 9,3 Prozent) und BMW (plus 10,0) legten stärker zu als im Februar. Die Marken Mercedes-Benz (plus 14,2) und BMW (plus 12,1) allein schnitten noch besser ab. Dagegen musste Oberklasse-Rivale Audi sich mit einem Plus von 4,2 Prozent begnügen.

Unter den Herstellern aus Fernost profitierte Toyota (plus 6,3 Prozent) im vergangenen Monat von seiner nun auch in Europa eingeführten Luxusmarke Lexus, Mazda legte um 16 Prozent zu, Suzuki sogar um 25 Prozent, während die Zulassungen bei Nissan um 17,5 Prozent einbrachen.

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