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15.01.2012

16:03 Uhr

Verlagerung

BASF flüchtet mit grüner Gentechnik in die USA

BASF hat genug von Anti-Gentechnik-Wutbürgern. Laut einem Medienbericht plant der Agrar- und Chemiekonzern, seine Gentechnik-Sparte in die USA zu verlagern. Dort haben viele Verbraucher die Gentechnik akzeptiert.

Bei Bütow, wie in ganz Deutschland, konnte BASF die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora" nur unter Polizeischutz anpflanzen lassen. Gentechnik-Gegner machten dem Konzern das Leben schwer. dpa

Bei Bütow, wie in ganz Deutschland, konnte BASF die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora" nur unter Polizeischutz anpflanzen lassen. Gentechnik-Gegner machten dem Konzern das Leben schwer.

LudwigshafenDer Chemiekonzern BASF plant nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“, sein Tochterunternehmen für grüne Gentechnik von Limburgerhof bei Ludwigshafen in die USA zu verlegen.

Der Vorstand werde darüber wohl noch in diesem Monat entscheiden, meldete das Blatt am Samstag. Grund sei die Ablehnung der Technologie durch die Deutschen. Vor allem wegen der Gen-Kartoffel „Amflora“ war BASF immer wieder in die Kritik geraten. Eine BASF-Sprecherin sagte, das Unternehmen kommentiere solche Spekulationen grundsätzlich nicht.

Neuer Standort der BASF Plant Science könnte nach dem Bericht das Forschungszentrum Research Triangle Park im US-Bundesstaat North Carolina werden. Zudem sei ein Abbau von Arbeitsplätzen geplant. Die Zahl der Stellen bei der BASF-Tochter solle von 839 auf 750 sinken, vor allem in Limburgerhof sowie am Standort Gatersleben drohe die Streichung von Jobs. Vor allem in den USA, aber auch in Belgien und Berlin sollten dagegen 100 Arbeitsplätze neu geschaffen werden.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

15.01.2012, 17:31 Uhr

Erst wenn das letzte Unternehmen vertrieben ist, werdet Ihr feststellen, dass man Grünes Gewissen nicht essen kann.

FinanzHai

15.01.2012, 18:40 Uhr

Gut so, sie hätten BASF beim Kofferpacken helfen sollen.
Das hat mit "Grünem Gewissen" (was auch immer das sein soll) nichts zu tun, wir sollten diese Grün-Schwarzmalerei sein lassen & uns in der Diskussion auf das eigentliche konzentrieren: Welche Rolle geben wir unseren Unternehmen?
Und nicht das Pferd von hinten aufzäumen á la "wir müssen den Konzernen schon Zugeständnisse machen (auch wenn's gegen unsere Ethik geht), damit sie uns ein paar Arbeitsplätze schaffen..."
Ich bin froh, dass ich aus einem Land komme, wo einige Menschen noch die Einsicht haben, dass Unternehmen den Menschen dienen sollen und nicht andersherum; und dass die Reduktion ökonomischer Beziehungen auf die monetäre Komponente eine grosse Armut bedeutet. Die hat ihren Platz & ihre Berechtigung, kann aber nicht das Maß der Dinge sein.

Account gelöscht!

15.01.2012, 19:27 Uhr

die Deutschen sind ausserordentlich anfällig für totalitäre Ideologien, leider, das hat sich in den letzten 60 Jahren Umerziehung nicht geändert.

Man muss der Gen-Technik nicht kritiklos begegnen, aber ganze Industriezweige, die die Grundlage unseres Wohlstands ausmachen, aus dem Land zu vertreiben , wie wir das seit einiger Zeit tun, ist eine grenzenlose Dummheit.

Gesundheitliche Argumente sind ja in grünen Kreisen sehr beliebt, wenn's ums Verneinen, Verhindern und Verbieten geht. Dass sich nur die wenigsten noch die bisher gewohnte medizinische Versorgung leisten können, wenn der Wohlstand dahin ist, bedenkt man im Wahn nicht. Auch nicht, dass zwangsläufig die Lebenserwartung deutlich sinken wird.
Sturrköpfige Neinsagerei auf Kosten unsere Nachkommen.

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