Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.03.2012

09:10 Uhr

Verluste verringert

Sparkurs entlastet Impfstoffhersteller Intercell

Der österreichische Pharmakonzern Intercell hat 2011 seine Verluste stark verringert. Der Sparkurs des Unternehmens schlägt an und die Erlöse ihres Hauptproduktes stiegen um fast 70 Prozent.

Ampullen in der Impfstoff-Herstellung. dapd

Ampullen in der Impfstoff-Herstellung.

WienDer Sparkurs beim Wiener Impfstoffhersteller Intercell trägt erste Früchte: Im vergangenen Jahr verringerte das Unternehmen seinen Verlust auf 29,3 Millionen Euro von 255 Millionen Euro im Jahr davor, wie Intercell am Dienstag mitteilte. Die Erlöse des einzigen am Markt befindlichen Produkts - ein Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis - stiegen wie prognostiziert um 68 Prozent.

Damit gibt das Biotechunternehmen nach einer Serie von Misserfolgen wieder erste Lebenszeichen von sich. Im vergangenen Jahr brachten Abschreibungen auf fehlgeschlagene Projekte Intercell an den Rande des Absturzes. Der neue Vorstandschef Thomas Lingelbach hatte das Unternehmen sogar zum Verkauf gestellt - allerdings ohne Erfolg. Danach konzentrierte er sich auf den Abbau von Stellen und dämmte die kostspielige Forschung und Entwicklung ein.

Im angelaufenen Jahr will Intercell den Verlust auf 15 bis 20 Millionen Euro verringern und die Erlöse mit dem Enzephalitis-Impfstoff Ixiaro um acht bis zehn Millionen Euro steigern. Mit einer Rückkehr in die Gewinnzone rechnet Intercell erst im Jahr 2014.

Besonderes Augenmerk gilt zunächst den schmelzenden Finanzreserven: Der Barbestand ging im vergangenen Jahr auf knapp 51 von 86 Millionen Euro zurück. In den vergangenen Monaten habe die Firma daher mehrere Finanzierungsmöglichkeiten vorangetrieben. Eine Entscheidung darüber solle bis Mitte des Jahres fallen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×