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13.09.2012

14:12 Uhr

Vernetzte Haushaltsgeräte

Siemens fordert wechselnde Stromtarife

Andere Tageszeit, anderer Stromtarif: So stellt sich Siemens die Zukunft privater Haushalte vor. Das ist nicht ganz uneigennützig: Mit dieser Forderung bringt Siemens seine eigenen vernetzten Geräte ins Gespräch.

Schon auf der Internationalen Funkausstellung hat Siemens seine vernetzten Geräte vorgestellt. dpa

Schon auf der Internationalen Funkausstellung hat Siemens seine vernetzten Geräte vorgestellt.

MünchenDer Technologiekonzern Siemens fordert gespreizte Stromtarife auch für Privathaushalte. Politik und Energieversorger müssten ermöglichen, dass der Strom zu verschiedenen Tageszeiten für sie unterschiedlich viel koste, sagte der Leiter der Siemens-Entwicklung für vernetzte Geräte, Ingo Pietsch, der Wochenzeitung „VDI Nachrichten“ vom Freitag. Nur dann mache es Sinn, dass vernetzte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen so gesteuert werden, dass sie zu nachfrageschwachen Zeiten eingeschaltet werden.

Die Energieversorger sollten vor allem ermöglichen, dass die aktuellen Energiekosten von Haushaltsgeräten ständig abgerufen werden können, sagte Pietsch weiter. Dafür müsse ein übergreifender Standard entwickelt werden. Bei den Geräten selbst sieht der Siemens-Manager keine Hindernisse mehr: „Rein technisch gesehen könnten wir mit unseren vernetzungsfähigen Geräten morgen an den Start gehen.“ Ein Feldversuch mit dem Stromversorger Eon habe gezeigt, dass die Verbraucher „zu einem sehr großen Teil“ bereit seien, ihr Nutzungsverhalten zu ändern, um einen günstigeren Tarif zu bekommen.

Neue Gerätegenerationen würden sich auch deshalb schnell bei den Verbrauchern durchsetzen, weil sie zum Beispiel kontrollieren könnten, ob sie alle Geräte vor dem Verlassen des Hauses ausgeschaltet haben. „In zehn Jahren werden alle Geräte vernetzt sein“, sagte Pietsch voraus. Derzeit besäßen rund 20 Prozent der Konsumenten schon entsprechende Geräte.

Strom aus Müll

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Von

afp

Kommentare (1)

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Bert

13.09.2012, 14:37 Uhr

Immer diese albernen Argumente mit den Haushaltsgeräten:
Soll ich dann Essen und Kaffeetrinken wenn der Strom
günstig ist? Wer holt die Wäsche aus der Maschine wenn sie fertig ist?

Strom soll für den Menschen da sein und nicht umgekehrt.

Ohne Analyse des einzelnen Nutzerverhaltens und ohne Spitzenpreise zu bestimmten Tageszeiten. Verbrauchsschwankungen sollten mit Speicherkraftwerken ausgelichen werden.

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