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13.11.2013

01:28 Uhr

Verpackungshersteller

Constantia hofft auf Börsengewinne

Auf Kapital in Höhe von 821 Millionen Euro hofft Constantia Flexible mit seinem Börsengang Ende November. Der österreichische Verpackungskonzern will seine Aktien in Frankfurt und Wien notieren.

Das österreichische Unternehmen Constantia Flexibles stellt unter anderem die individuellen Verpackungen für Aspirintablettten her. Der Konzern plant den Börsengang. dpa

Das österreichische Unternehmen Constantia Flexibles stellt unter anderem die individuellen Verpackungen für Aspirintablettten her. Der Konzern plant den Börsengang.

WienDer österreichische Verpackungshersteller Constantia Flexibles will seine Aktien im Zuge des geplanten Börsengangs in Frankfurt für 19,50 bis 25,50 Euro verkaufen. Das Angebot soll nach Angaben vom Dienstagabend 28 Millionen Aktien umfassen.

Einschließlich einer möglichen Mehrzuteilungsoption von 4,2 Millionen Aktien könnte das Unternehmen damit bis zu 821 Millionen Euro einsammeln. Die Zeichnungsperiode soll vom 14. bis voraussichtlich zum 26. November laufen.

150 Jahre Bayer

Anfänge als Farbenfabrik

Die Geschichte des Weltkonzerns Bayer beginnt 1863 in Wuppertal-Barmen. Der Kaufmann Friedrich Bayer und der Färber Johann Friedrich Weskott gründen die Firma „Friedr. Bayer et. comp.“. Sie stellt zunächst synthetische Farbstoffe her.

Expansion und Umzug

Das Unternehmen wächst schnell, ebenso die Produktpalette – etwa um ein Medikament namens Aspirin. Bereits 1881 wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.“. Im Zuge der Expansion zieht das Unternehmen 1912 nach Leverkusen um, dem heutigen Hauptsitz.

Die Wirren der Weltkriege

Weil Deutschland während des Ersten Weltkriegs international isoliert ist, schließen sich 1916 Bayer, BASF und Agfa zu einer Interessensgemeinschaft zusammen, die beispielsweise die schlechte Versorgung mit Rohstoffen verbessern soll. 1925 fusionieren die Unternehmen zur I.G. Farbenindustrie AG. In der NS-Zeit ist die IG Farben eng mit dem Regime verknüpft.

Neustart ins Wirtschaftwunder

Nach Kriegsende lebt Bayer als eigenständiges Unternehmen wieder auf: 1951 wird nach Zustimmung der Alliierten die „Farbenfabriken Bayer AG“ neu gegründet. Die Firma profitiert vom Wirtschaftswunder und expandiert bald auch international. Sie entwickelt und vermarktet chemische Produkte, Kunststoffe, Arzneien und Pflanzenschutzmittel.

Großer Umbruch

1999 trennt sich Bayer von seiner Tochter Agfa, 2005 von großen Teilen des Chemiegeschäfts, die inzwischen unter dem Namen Lanxess eigenständig weitergeführt werden. Ausgebaut hat der Konzern hingegen das Geschäft mit Gesundheit und Agrarwirtschaft, unter anderem durch den Zukauf der Crop-Science-Sparte von Aventis sowie der Übernahme von Schering.

Die Erstnotiz in Frankfurt und Wien sei für den 27. November geplant, hieß es weiter.

Constantia Flexibles produziert Verpackungen für die Nahrungsmittel- und Pharmabranche.

Das Produktportfolio reicht von Butter- und Schokoladefolien über Joghurtbecher-Deckel bis zu Bier-Etiketten und Tabletten-Blistern. In Europa sieht sich der Konzern als Nummer zwei, weltweit als Nummer vier.

Von

rtr

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