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12.03.2013

08:11 Uhr

Verseuchter Standort

BASF und Shell zu Millionenzahlung verurteilt

Ehemalige Mitarbeiter haben BASF und Shell in Brasilien wegen Gesundheitsschäden verklagt. Nun haben sie einen Schadensersatz von 243 Millionen Euro errungen. Es ging um einen verseuchten Chemiestandort.

Ehemalige Mitarbeiter von Shell protestieren wegen der Verseuchung des Standorts Paulinia. Shell und BASF müssen nun Schadensersatz zahlen. Reuters

Ehemalige Mitarbeiter von Shell protestieren wegen der Verseuchung des Standorts Paulinia. Shell und BASF müssen nun Schadensersatz zahlen.

BrasiliaDer Chemieriese BASF und der Mineralölkonzern Shell leisten in Brasilien eine millionenschwere Entschädigungszahlung an frühere Beschäftigte. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Brasilia am Montag mit. Die beiden Konzerne legen dafür umgerechnet bis zu 243 Millionen Euro auf den Tisch.

Ehemalige Mitarbeiter am Pflanzenschutzstandort Paulinia im Bundesstaat Sao Paulo hatten die Unternehmen wegen erlittener oder drohender Gesundheitsschäden verklagt, die von einer Verseuchung des Chemiestandorts herrühren. Der Rechtsstreit zieht sich schon länger hin.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

BASF hatte den Standort in Paulinia vom US-Konzern American Cyanamid im Jahr 2000 erworben. American Cynamid wiederum hatte ihn 1995 vom Ölkonzern Shell übernommen, dem das Werk seit 1974 gehörte. BASF hatte stets argumentiert, dass die Umweltschäden dort aus der Zeit vor 2000 stammten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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heinz

12.03.2013, 09:50 Uhr

Da hat sich BASF trotz umfangreichem Beraterstab von American Cyan(am)id über den Tisch ziehen lassen. Ausbaden müssen diese Fehler der Führungsriege die einfachen Mitarbeiter. Vielleicht Gehaltskürzung? Unbezahlte Mehrarbeit? Abbau von Stammpersonal und Aufstockung von Leiharbeiter zum Hungerlohn?

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