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05.01.2009

13:24 Uhr

Versorger

RWE und Tennet kooperieren

RWE und der niederländische Netzbetreiber Tennet kooperieren beim grenzüberschreitenden Stromtransport. Am Montag nahmen die Unternehmen in Rommerskirchen bei Köln ein gemeinsames Sicherheitscenter in Betrieb, mit dem unter anderem Stromausfälle verhindert werden sollen.

HB DÜSSELDORF. Experten der Konzerne analysieren dort rund um die Uhr, welche Belastungen auf das Stromnetz zukommen. "Durch den enormen Zuwachs an Windenergie in Deutschland und den Niederlanden kommt es immer häufiger zu schwankenden Lastflüssen im Netz", erläuterte der Geschäftsführer von RWE Transportnetz Strom, Klaus Kleinekorte.

Für einen sicheren Betrieb der Netze müssen Einspeisung und Abgabe des Stroms ständig im Gleichgewicht gehalten werden. Der starke Ausbau der Windenergie an Nord- und Ostsee in den letzten Jahren führt dazu, dass kurzfristig große Mengen von Strom hinzukommen können, die transportiert werden müssen. Mit ihren Berechnungen wollen RWE und Tennet verhindern, dass es zu einer Überlastung der Netze und damit zu Stromausfällen kommt.

Ein Stromausfall in Deutschland könne pro Stunde einen volkswirtschaftlichen Schaden von vier bis fünf Mrd. Euro anrichten, sagte der bei RWE für die Systemführung zuständige Leiter Joachim Vanzetta. Der Essener Konzern und Tennet stellen für das Sicherheitscenter, bei dem es sich nicht um eine gemeinsame Gesellschaft handelt, jeweils sechs Mitarbeiter ab. RWE bezifferte die eigenen Kosten auf unter eine Million Euro im Jahr. Der Versorger betreibt in Deutschland mit 11 300 Kilometern das größte Höchstspannungsnetz. Das Netz von Tennet in den Niederlanden ist 9 000 Kilometer lang.

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