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02.03.2013

17:05 Uhr

Vertrag läuft aus

Linde-Chef Reitzle hört definitiv auf

Noch zwei Jahre läuft der Vertrag von Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle. Der 63-Jährige will diesen nicht verlängern. Ein Nachfolger wird bereits gesucht. Es läuft auf eine externe Lösung hinaus.

Linde-Chef Reitzle: „Ich werde 2014 aufhören, wie mein Vertrag es vorsieht.“ dpa

Linde-Chef Reitzle: „Ich werde 2014 aufhören, wie mein Vertrag es vorsieht.“

MünchenLinde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle will seinen Vertrag bei dem Industriegase-Hersteller nicht verlängern. „Ich werde 2014 aufhören, wie mein Vertrag es vorsieht. Daran wird sich nichts mehr ändern“, sagte Reitzle der „Welt am Sonntag“. Auch einen sofortigen Wechsel in den Aufsichtsrat schloss der 63-Jährige aus: „Nein, ich werde nicht für den Aufsichtsrat oder dessen Vorsitz kandidieren. Auch das ist klar.“

Nach Angaben des Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Schneider ist die Nachfolgesuche bereits weit vorangeschritten. Voraussichtlich werde ein Manager Reitzle folgen, der noch nicht im Unternehmen ist: „Wenn Sie mich nach einer Tendenz fragen, dann favorisiere ich im besten Interesse des Unternehmens die externe Lösung“, sagte Schneider dem Blatt. Er habe zwei Kandidaten, „über die ich rechtzeitig mit meinen Aufsichtsratskollegen entscheiden werde“.

Schneider will auf der Hauptversammlung 2013 noch einmal kandidieren. „Wir sind im Aufsichtsrat zum Schluss gekommen, dass wir zunächst die Nachfolge an der Vorstandsspitze regeln und ich meinem Nachfolger im Aufsichtsrat ebenfalls etwas Zeit gebe, sich einzuarbeiten“, sagte der 74-Jährige. Er habe schon einen Nachfolger im Visier. „Ein Mann mit der richtigen Expertise, so viel verrate ich heute.“ Als Favorit gilt dem Bericht zufolge der Ex-Bosch-Chef Franz Fehrenbach, der im Mai für den Linde-Aufsichtsrat kandidieren werde und Matthew Miau aus Taiwan ersetzen soll.

Am nächsten Donnerstag legt Linde die Jahresbilanz 2012 vor. Der Dax-Konzern hatte ein operatives Konzernergebnis von mindestens vier Milliarden Euro als Ziel ausgegeben.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Radiputz

02.03.2013, 17:16 Uhr

Na, dann kann Herr Reitzle ja in die Politik gehen, so alt ist er noch nicht.
Warum nicht auch mal der umgekehrte Weg, nicht von der Politik in die Wirtschaft, sondern von der Wirtschaft in die Politk.
Sachverstand, unabhängiges Denken und Realismus hat Herr Reitzle genügend bewiesen.
Und Erfolge, mehr als jeder Politiker, hat er auch vorzuweisen.

Hermosa

02.03.2013, 17:22 Uhr

Dr. Wolfgang Reizle

....einer der fähigsten, itegersten & authentischsten Top Manager die wir haben!

und

einer der die Wahrheit über den Euro ausspricht!

Interview Dr. Reizle: " Raus aus dem Euro"

Account gelöscht!

02.03.2013, 17:50 Uhr

Ausgerechnet Fehrenbach.

Als der vor über 10 Jahren bei Bosch antrat, gabs 2 Hauptaufgaben:
1. Automotive stärken, insbesondere Renditeposition
2. Diversifikation ausserhalb Automotive.

ad 1: Bosch Automotive ist zur Renditekröte verkommen, Conti der neue Star (auch dank Reitzle) und an Bosch vorbeigezogen: kläglich versagt

ad 2: Mit Solargeschäft wurden bislang über 3 Milliarden (!!!) € versenkt, Maschinenbau/Rexrot ist Sorgenkind: ebenfalls kläglich versagt.

Und dann ziehen die Leute vor Fehrenbach den Hut?

Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, nicht.

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