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23.06.2014

14:21 Uhr

Vertrag mit Brilliance

BMW verlängert China-Kooperation

Der deutsche Autobauer BMW bleibt im wichtigsten Automarkt der Welt seinem Partnerunternehmen treu. Der Joint-Venture-Vertrag mit dem chinesischen Autohersteller Brilliance wurde um zehn Jahre verlängert.

Endabnahme eines BMW 320 LI im Fertigungswerk der BMW-Brilliance Automotive im chinesischen Shenyang-Tiexi. dpa

Endabnahme eines BMW 320 LI im Fertigungswerk der BMW-Brilliance Automotive im chinesischen Shenyang-Tiexi.

PekingBMW verlängert die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer Brilliance bis ins Jahr 2028. Der Münchner Hersteller, der seit 2003 mit den Chinesen die Gemeinschaftsfirma BBA betreibt und in der Volksrepublik mehrere Modelle fertigt, bestätigte die Fortsetzung der Partnerschaft, wollte aber keine Details nennen. Zuletzt hatten die Autobauer eine stärkere strategische Kooperation anvisiert. Auch Brilliance wollte sich nicht äußern. In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, müssen ausländische Autohersteller mit einem einheimischen Konkurrenten zusammenarbeiten.

Wie die „Welt“ berichtete, stimmten die chinesischen Behörden der Vertragsverlängerung von BMW und Brilliance bereits zu. Damit sei die Fortsetzung der Partnerschaft sehr frühzeitig unter Dach und Fach gebracht worden, denn der aktuell gültige Vertrag laufe erst 2018 aus. BMW und Brilliance produzieren in zwei gemeinsamen Pkw-Werken in China die Modelle 3er, 5er und X1. Die Münchner setzen auf dem größten Automarkt der Welt fast ein Fünftel ihrer verkauften Fahrzeuge ab. Seit 2012 bauen sie gemeinsam mit Brilliance vor Ort auch Motoren; dafür wird derzeit eine neue Fabrik hochgezogen. Die Motorenfertigung in dem neuen Werk soll 2016 starten, ursprünglich war dies für 2015 geplant.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

BMW profitiert wie die Konkurrenz davon, dass westliche und insbesondere deutsche Automarken in China nach wie vor reißenden Absatz finden. So lässt sich auch die Schwäche auf dem europäischen Heimatmarkt ausbügeln. In China sind die Aussichten für die Pkw-Hersteller trotz langsameren Wirtschaftswachstums glänzend. In der Oberklasse erwarten Experten sogar noch mehr Tempo als im Massensegment. China gilt deshalb als Schlüsselmarkt im Kampf um die Spitzenposition im Premiumsegment, die BMW seit langem besetzt.

Unangefochtener Platzhirsch auf dem chinesischen Automarkt ist indes die VW -Tochter Audi, die 2013 knapp eine halbe Million Fahrzeuge in der Volksrepublik verkaufte. Die Münchner folgten mit einem Absatz von fast 400.000 Wagen der Marken BMW und Mini. Der Stuttgarter Rivale Mercedes war zuletzt weit abgeschlagen, auch wegen hausgemachter Probleme, holt aber zusehends auf.

Von

rtr

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