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30.09.2012

12:35 Uhr

Vertriebsumbau

Daimler wechselt China-Chef Klaus Maier aus

Daimler wächst in China viel zu langsam und droht den Anschluss zu verlieren. Nun tauscht der Konzern seinen Chef für die Region aus - und plant einen Umbau im Vertrieb. Klaus Maier kehrt zurück nach Stuttgart.

Ein Model steht bei der Automobilshow in Peking neben einem Mercedes der E-Klasse. dpa

Ein Model steht bei der Automobilshow in Peking neben einem Mercedes der E-Klasse.

StuttgartDer Stuttgarter Autobauer Daimler wechselt seinen China-Chef aus. Konzernsprecher Jörg Howe bestätigte am Sonntag einen Bericht der „Automobilwoche“, wonach der langjährige Vertriebsleiter für China, Klaus Maier, durch Japan-Chef Nicholas Speeks ersetzt werde.

Die Fachzeitung schreibt unter Berufung auf Unternehmenskreise, Daimler ziehe damit Konsequenzen aus den enttäuschenden Absatzzahlen in China. Howe widersprach: „Aus unserer Sicht ist das ein turnusmäßiger Wechsel.“ Der 50-jährige Maier, der sechs Jahre China-Chef war, werde nach Stuttgart zurückkehren. Wer die Nachfolge von Speeks (53) in Japan antrete, sei noch nicht klar.

Laut „Automobilwoche“ verfügt Daimler in China anders als Audi und BMW über zwei verschiedene Großhandelsorganisationen - eine für importierte Fahrzeuge und die andere für lokal produzierte Autos. Aufgrund der mangelhaften Abstimmung beider Organisationen könne der Autobauer bislang den Markt in China nicht voll ausschöpfen.

In den ersten acht Monaten hätten Audi und BMW den Absatz über 30 Prozent gesteigert, Mercedes komme nur auf rund acht Prozent. Schon 2013 solle eine einheitliche Vertriebsorganisation in China stehen, sagt Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt der „Automobilwoche“ auf dem Autosalon in Paris.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Manwundertsich

30.09.2012, 13:23 Uhr

Nicht nur China läuft bei MB schlecht; Deutschland läuft sehr schlecht, USA, Formel 1, Smart....alles schlecht oder sehr schlecht.; vielleicht auch gleich Dr. Z. in den gut bezahlten Ruhestand schicken?

CaseyJones

02.10.2012, 01:51 Uhr

Berufung auf Unternehmenskreise ist wohl lachhaft. Klaus Maier hat Mercedes von Absatzrekord zu Absatzrekord geführt und die Vertriebsorganisation für Importfahrzeuge maßgeblich aufgebaut. Wenn allerdings der ineffiziente, weil inkompetente Vertrieb von Daimlers lokalen Jointventurespartner, auf den Maier keinen Einfluss hatte, seit Jahren den Markt nicht versteht, kann man ihn wohl hier nur als Bauernopfer aus Konzernräson sehen.

DrHu

02.10.2012, 06:58 Uhr

Es gibt ein objektives Problem für Mercedes-Benz in China:
Der chinesische Benz-Kunde versteht Luxus als seltene und teure Ware. Die Verkündung, das MB Audi und MB in den verkauften Stückzahlen überholen will, war deutlich ein falsches Signal für den chinesischen Luxuskunden. Lusus und Masse passen für ihn nicht zusammen. Hier sollte Stuttgart den selbst verwendeten Behriff des Premium kritisch hinterfragen: Die S-Klasse ist in China begehrter Luxus und sie ist hier die Trägerin der Markenwerte. Eine Andeutung, dass diese Marke durch Stückuahl gegen die Konkurrenz siegen will, ist kontraproduktiv. Der chinesische Kunde neigt nicht mehr zum Kollektivbewußtsein. Er will das Beste - und das soll nicht Masse sein. Ein objektives Problem aber Cina ist groß. MB sollte aus der Stückzahlendiskussion zurückkehren zur Inovationsfreude: Das beste oder nichts! Und das Beste ist eigentlich nie das Häufigste...

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