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10.01.2005

12:00 Uhr

Viele Risiken bleiben

Modelloffensive der deutschen Autobauer

Die deutschen Autobauer wollen 2005 ein regelrechtes Modell-Feuerwerk zünden und damit weltweit ihren Absatz steigern. Hohe Rohstoffpreise, weitere Preiskämpfe und der schwache Dollar könnten allerdings einen Strich durch die Rechnung machen, warnen Topmanager auf der wichtigsten Automesse Nordamerikas in Detroit.

HB DETROIT. BMW, Porsche und Mercedes erwarten auf dem weltweit wichtigsten Automarkt USA Zuwächse. Volkswagen will nach dem Einbruch im Vorjahr mit dem neuen Jetta wieder Boden gut machen. BMW meldete für 2004 einen weltweiten Rekordabsatz von mehr als 1,2 Mill. Fahrzeugen und peilt in diesem Jahr neue Bestwerte an.

Im Fokus der Autoshow stehen unter anderem umweltfreundliche Technologien. Zahlreiche Hersteller präsentieren serienreife Hybrid- Autos mit einem niedrigen Kraftstoffverbrauch. Einzelne Modelle mit diesem Antrieb aus Elektro- und Benzin/Diesel-Motor sind in den USA Verkaufsschlager.

Der Sportwagenbauer Porsche kündigte am Montag an, bis zum Sommer über den Einsatz eines Hybrid-Antriebs im Geländewagen Cayenne zu entscheiden. Vorstandschef Wendelin Wiedeking betonte, bei Porsche sei man überzeugt, dass die Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Zukunft der Automobilbranche sein werde.

Zur Entwicklung der Autokonjunktur in diesem Jahr sagte VW- Konzernchef Bernd Pischetsrieder, er erwarte von den Märkten im laufenden Jahr „keine wesentlichen Impulse und kein dynamisches Wachstum“. Die Lage auf den wichtigsten Märkten der Welt werde auf Grund hoher Ölpreise und anhaltend aggressiver Preiskämpfe schwierig bleiben.

Der Absatz des VW-Konzerns stieg zwar 2004 im Vergleich zum Vorjahr weltweit leicht um 1,3 % auf 5,079 Mill. Fahrzeuge. Besonders in Deutschland, China und den USA habe der Konzern aber „Gegenwind“ verspürt, sagte Pischetsrieder. Mit 20 neuen Modellen wolle sich VW 2005 auf den Märkten der Welt „behaupten“.

Der Münchner Autokonzern BMW steigerte den Absatz 2004 um 9,4 % auf 1 208 724 Fahrzeuge. Die Marke BMW übertraf mit einem Plus von 10,3 % zum ersten Mal die Schwelle von einer Million mit 1 023 575 abgesetzten Autos. Vom Mini wurden 184 357 Autos verkauft, eine Steigerung von 4,5 %. Für das laufende Jahr zeigte sich BMW-Chef Helmut Panke zuversichtlich, erneut bei Absatz, Umsatz und Ertrag Rekordwerte zu erreichen.

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