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15.01.2014

15:26 Uhr

Vier neue Fabriken

GM kämpft mit VW um die Vorherrschaft in China

Der weltgrößte Automarkt der Welt in China gilt als entscheidend im Rennen um die Weltmarktführung. GM will dort vier neue Fabriken bauen und so allein in China bis zu fünf Millionen Autos jährlich herstellen.

Das GM-Hauptquartier in Detroit: Im laufenden Jahr will GM im Reich der Mitte 17 neue Modelle beziehungsweise Varianten auf den Markt bringen. AFP

Das GM-Hauptquartier in Detroit: Im laufenden Jahr will GM im Reich der Mitte 17 neue Modelle beziehungsweise Varianten auf den Markt bringen.

DetroitGeneral Motors nimmt den Kampf mit Volkswagen um die Führung auf dem weltgrößten Automarkt China auf. Der Opel-Mutterkonzern, an dessen Spitze nun mit Mary Barra erstmals eine Frau steht, kündigte am Mittwoch den Bau von vier weiteren Fabriken in der Volksrepublik an.

Wie aus den Unterlagen für eine Investorenkonferenz am Rande der Automesse in Detroit hervorging, soll die jährliche Produktionskapazität in China dadurch bis 2015 auf fünf Millionen Fahrzeuge steigen. Im laufenden Jahr will GM im Reich der Mitte 17 neue Modelle beziehungsweise Varianten auf den Markt bringen.

Größte ausländische Autohersteller in China

Platz 10

BMW - 326.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Und BMW dringt in die Top Ten vor: Im Vorjahresvergleich legt der Absatz um beachtliche 40 Prozent zu. Auf den Plätzen folgen Suzuki, Daimler und Mazda.

Platz 9

Ford - 427.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner machen Boden gut, was sie ebenfalls dem Inselstreit zu verdanken haben. Im Vorjahresvergleich bleibt ein sattes Plus von 31 Prozent.

(Anm. d. Red.: Erfasst wurden nur Pkw-Verkäufe)

Platz 8

Peugeot-Citroën - 442.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen. Der Absatz legt um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Platz 7

Kia - 512.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 18 Prozent gehören sie mittlerweile zu den erfolgreichen Volumenherstellern in China.

Platz 6

Honda - 603.000 verkaufte Fahrzeuge

Honda muss ebenfalls Einbußen hinnehmen - wie die anderen japanischen Hersteller in China ebenfalls. Im Vorjahresvergleich steht ein Minus von drei Prozent.

Platz 5

Toyota - 841.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner müssen sich mit Rang fünf begnügen, vor allem im September hatte es einen herben Rückschlag der Verkaufszahlen auf gerade einmal 50.000 Stück gegeben. Im Gesamtjahr bleibt ein Absatzminus von fünf Prozent.

(Anm. d. Red.: Angabe laut Reuters)

Platz 4

Hyundai - 847.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner verdrängen Toyota auf Rang fünf und sind indirekter Nutznießer des Inselstreits. Die Hyundai-Verkäufe legten 2012 um zwölf Prozent zu.

Platz 3

Nissan - 1,18 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der Streit um eine Inselgruppe zwischen China und Japan hat die Absatzzahlen der Japaner deutlich in die Knie gedrückt. Im Gesamtjahr gab es für Nissan ein Minus von fünf Prozent.

Platz 2

Volkswagen - 2,81 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Wolfsburger können das größte Wachstum der Massenhersteller in der Volksrepublik vorweisen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Volkswagen-Verkäufe um 24 Prozent zugelegt.

Platz 1

General Motors - 2,84 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner verteidigen hauchdünn die Spitzenposition in China. Im Jahresvergleich hat GM um elf Prozent zugelegt.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Volkswagen hatte den US-Rivalen in China im vergangenen Jahr erstmals seit knapp einem Jahrzehnt wieder als größten Autobauer abgelöst. Eine starke Stellung auf dem boomenden chinesischen Automarkt gilt als entscheidend im Rennen um die Weltmarktführung.

Mit weltweit 9,71 Millionen verkauften Fahrzeugen lag GM im abgelaufenen Jahr gleichauf mit dem Wolfsburger Konzern, der nach eigenen Angaben einschließlich seiner Lkw-Töchter MAN und Scania mehr als 9,7 Millionen Fahrzeuge losschlug. Weltmarktführer dürfte der japanische Toyota -Konzern geblieben sein, der Analystenschätzungen zufolge auf 9,8 Millionen Einheiten gekommen sein dürfte.

Für das laufende Jahr rechnet der GM-Konzern mit einem leichten Anstieg des Vorsteuergewinns. Die Gewinnmarge werde voraussichtlich bis 2015 stagnieren. Die Sanierung des Europageschäfts mache weiter Vorschritte.

Von

rtr

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