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09.04.2015

15:29 Uhr

Voith

Anlagenbauer baut weniger Stellen ab als erwartet

Der Anlagen- und Maschinebauer Voith baut am Stammsitz in Heidenheim weniger Personal ab als erwartet. Statt 700 sollen nur noch 300 Stellen gestrichen werden. An anderen Standorten laufen die Verhandlungen noch.

Maschinen- und Anlagenbauer Voith baut am Stammtisch in Heidenheim weniger Personal ab als erwartet. dpa

„Horrorkatalog“ bleibt aus

Maschinen- und Anlagenbauer Voith baut am Stammtisch in Heidenheim weniger Personal ab als erwartet.

HeidenheimTrotz des kriselnden Geschäfts in der Papierbranche fällt der Personalabbau beim Anlagen- und Maschinenbauer Voith am Stammsitz Heidenheim kleiner aus als erwartet. Insgesamt sollen etwa 300 statt wie angekündigt 700 Stellen wegfallen, wie Geschäftsführung und Betriebsrat am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung in Heidenheim mitteilten. Der „heiß diskutierte Horrorkatalog“ der Geschäftsführung sei verhindert worden, sagte Thomas Martin, Betriebsratschef der Sparte Voith Paper.

Auch die großen Papiermaschinen sollen am Stammsitz weiterhin gebaut werden. Speziell in dieser problematischen Sparte Voith Paper sollen bis September 2016 nach dem vereinbarten Eckpunktepapier 170 bis 200 Stellen in Heidenheim wegfallen. Dafür soll unter anderem ein Teil der Wochenarbeitszeit für die Mitarbeiter nicht mehr vergütet werden.

Das Familienunternehmen mit rund 39.000 Mitarbeitern wird schon länger durch die Digitalisierung und der damit verbundenen Flaute beim Geschäft mit Papiermaschinen belastet. Seit 2012 sind bereits rund 1200 Stellen weggefallen. Zu hohe Kosten wurden als Grund genannt. „Die Kostensituation war derart weg vom Markt“, beschrieb Bertram Staudenmaier von der Voith-Geschäftsführung die Lage.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der Konzern hatte im Februar angekündigt, weltweit rund 1600 Stellen in der Papiersparte und in der Verwaltung zu streichen, 870 davon in Deutschland. Die Verhandlungen an den Standorten Krefeld in Nordrhein-Westfalen, Neuwied in Rheinland-Pfalz und Ravensburg laufen noch.

Von

dpa

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