Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.10.2012

16:46 Uhr

Voith-Chef Lienhard

„Wir brauchen Masterplan für Energiewende“

ExklusivHubert Lienhard setzt sich für eine bessere Koordination bei der Energiewende ein. Aktuell arbeite jedes Bundesland an seiner eigenen Energiewende, kritisiert der Voith-Chef. Lienhard macht sich Sorgen um den Strompreis.

Voith-Chef Hubert Lienhard fordert einen Masterplan für die Energiewende. obs

Voith-Chef Hubert Lienhard fordert einen Masterplan für die Energiewende.

StuttgartDer Chef des Maschinenbauers Voith, Hubert Lienhard, fordert einen Masterplan, um die Energiewende besser zu koordinieren. „Es gibt nicht eine Energiewende, sondern mindestens 16. Jedes Bundesland arbeitet an seiner Energiewende“, sagte der Manager, der in seinem Berufsleben lange bei Kraftwerksausrüstern gearbeitet hat, dem Handelsblatt (Montagausgabe). Es gebe viele Einzelprojekte, die vielleicht für sich Sinn machten, aber es gebe noch immer kein Gesamtkonzept.

„Wir brauchen einen Masterplan für die Energiewende in Deutschland. Und eine grundlegende Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die wirtschaftlich sinnvolle Anreize zur Erzeugung, zur Einspeisung und zum Transport von Wind- und Solarenergie in die Netze schafft“, sagte Lienhard.

Die Infrastruktur in einem hoch industrialisierten Land wie Deutschland sei sehr komplex. „Da kann ich nicht einfach hier und dort Windmühlen aufstellen und woanders Solaranlagen“, sagte der Voith-Chef. „Industrie und Energieversorger müssen endlich an einen Tisch mit der Politik – die natürlich letztendlich entscheiden muss.“ Er teile die Meinung von Umweltminister Peter Altmaier (CDU): Der Ausbau der Erneuerbaren mache nur dann Sinn, wenn er auf nationaler Ebene mit allen Akteuren abgestimmt und koordiniert sei.

Die Industrie werde die Energiewende mittragen, sagte Lienhard. Die Rahmenbedingungen müssten aber sicherstellen, dass bestehende Wertschöpfungsketten im Land gehalten und neue, zukunftsorientierte nach Deutschland geholt werden können. Als Beispiel nannte Lienhard die Herstellung von Kohlefasern, für die hoher Energieaufwand nötig ist. „Diese Industrie kann bereits heute aufgrund des hohen Strompreises in Deutschland nicht wettbewerbsfähig produzieren“, kritisierte er.

Von

mwb

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Nachwuchs

14.10.2012, 18:46 Uhr

Energiewende? Meinten die Politiker damit, die Energie darf für Bürger nicht mehr bezahlbar sein? Die Energieverschwender sollen im Land bleiben und dürfen keine Stromzulage zahlen. Der Bürger soll endlich Deutschland verlassen, er soll vertrieben werden. Deshalb darf nur der Bürger die Umlage zahlen. Sind die sozialschmarotzende Asylanten auch von der Umlage befreit?

Dr_Guillotin

15.10.2012, 04:06 Uhr

Stellen wir doch einfach den Strom ab. Dann gibt es keine Probleme mehr. Nur noch Kerzenlicht. Kein Internet mehr. Kein Atommüll. Kein zusätzliches CO². Und was man da alles an Geld und Energie sparen kann. Am Besten nehmen wir uns ein Bei- spiel am 18.Jahrhundert und gehen wieder Schweine hüten. Aber Jürgen trittin fängt an.

Account gelöscht!

15.10.2012, 07:41 Uhr

Also , Steuererhöhungen bei Energie sind ja deshalb notwendig , weil die Infrastruktur für Solar und Windenergieanlagen enorm viel Geld kostet .
Ich bin auch dafür das wir das nicht zahlen sollten , dann aber können wir nicht weiter in EE investieren ,dann müssen wir weiter mit Kernkraft unsern Energiebedarf decken .
Man kann halt nicht alles haben , entweder sie zahlen die Energiewende oder wir vergessen sie !
Wenn sich deutsche Produkte nicht mehr verkaufen lassen , weil sie im Wettbewerb nicht bestehen können ,werden deutsche Arbeitsplätze in großen Maßstab abgebaut . Deutschland aber ist auf den Export angewiesen , fallen Arbeitsplätze weg , sinken natürlich auch die Steuereinnahmen und in folge die Sozialausgaben (wir konnten es bei der letzten rot/grünen Regierung sehen ) , der Staat muss ihnen das Existenzminimum garantieren , das was sie heute bekommen ist was ganz anderes , eher das Maximum !

Es waren auch sozial schwache die "abschalten sofort"gebrüllt haben , auch sie haben gewusst das es teurer wird wenn das Angebot verringert wird und die Nachfrage steigt .
Auch sie haben gewusst , das eine zu errichtende Infrastruktur für Solar und Windkraftanlagen enorm teuer ist , dennoch waren auch sozial schwache der Meinung, dass wir auf unsere Atomkraftwerke verzichten können .
Nun gut, wir verzichten , und jeder zahlt seine Rechnung selber , auch die sozial schwachen !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×